Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

May 2008

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May. 15th, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

Die 43. StuTS in Amsterdam

Jaja, die StuTS! Nun ist sie vorbei, aber schön war's in Amsterdam, das muss man wirklich sagen! Hier eine kurze Beschreibung der 43. Studentischen Tagung Sprachwissenschaft:

MITTWOCH
Am Mittwoch trafen wir uns also gegen 11:11 am Bahnhof, ich hatte noch Essen eingekauft und Luise bei ReWe getroffen. 11:42 ging dann der Zug los gen Amsterdam. Die StuTS fand zum ersten Mal in den Niederlanden und damit im nichtdeutschen Ausland statt. Leipzig war mal wieder stark vertreten, 12 Leute per Zug und dann kamen noch ca. 2 oder 3 anderweitig dazu (z.B. Juliane B. und Heyka K. vom MPI). Wir, die wir zusammen hinfuhren, waren zumindest Anja B., Luise D., Robert "Bob Fox" F., Tina G., Benjamin G., Johannes "Joha" H., Florian "Flo" H., André "ich" M., Patrick S., Annkathrin "AkW" W., janwoJan W. und Luise Z. Insgesamt betrugen die Fahrtkosten pro Person etwa 83 € für Hin- und Rückfahrt, was eigentlich recht okay war. Die Zugfahrt dauerte etwas über 7 Stunden und verlief reibungslos.
Gegen Abend kamen wir also in Amsterdam an und suchten die Faculteit der Geesteswetenschappen* von der Universiteit van Amsterdam auf, wo wir die ersten zu sein schienen und noch etwas warten mussten. Machte aber nichts, denn es kamen bald noch mehr Leute und ein extrem niedlicher kleiner Hund, der sich auch prompt streicheln ließ und dies mit zärtlichen Bissen dankte. Wie putzig! In einem Hörsaal waren dann alle versammelt und bekamen die ersten Instruktionen des niederländischen Orga-Teams (auf Englisch) samt des Willkommensbeutels und einer Holzklammer ("een knijper"), der als Namensschild dienen sollte.
Dann ging's nach einer kurzen Esspause in der Stadt (das Essen kostet dort ca. das Anderthalbfache bis Doppelte wie hier!!!), auf in die Bungalows — auf eigene Faust! Der Weg war endlos lang und beschwerlich und auch sehr verwirrend. Wir haben uns einige Male verlaufen, denn untergebracht waren wir auf einem Campingplatz ("Amsterdamse Bos") ganz im Süden, und zwar in winzigen Häus;chen zu je 8 Personen. Krass! Naja, nach einigen Stunden kamen wir dort auch an, entzückt von den vielen Kaninchen auf dem Campingplatz, aber enttäuscht von den Unterkünften: winzig, mit Gummimatratzen, heiß (aka schlecht/nicht klimatisiert), Duschen nur mit Duschmarken zu je EVP 0,80 €. Man munkelte schon, es könnte furchtbar werden... aber dem war gottseidank nicht so.

*) Warum "der"? Ein obsoleter und literarischer Genitiv? Ich hätte "van de" erwartet.

DONNERSTAG
Am nächsten Morgen gab's Frühstück im Küchen-/Esshaus des Platzes, leider keine Cornflakes, dafür aber annehmbarer niederländischer Nutella-Ersatz und Milch. War also nicht schlecht, wenn auch anders als sonst. Hatte irgendwie was von Urlaub. Mit der Metro bzw. dem Bus ging's dann in die Stadt rein... das dauerte schon so seine 45 Minuten und kostete pro Person 4 "strippenkaarten". Auf dem Weg zur Uni (woanders als die Faculteit vom Vortag), sahen wir das schöne Amsterdam... Grachten, Boote, schmale aber hohe lustig schiefe Häuser, Fahrräder und viele Niederländer. Die erste Vorlesung war gleich von einem Leipziger: "The Yurok language" (Patrick S.), war ein bisschen schlecht vorbereitet und wirkte ein wenig konfus. Danach kurze Pause und Kaffee und Brötchen und gefrorene Äpfel. Dann der nächste Vortrag: "K(l)icks and Quirks in Taa (Southern Khoisan, Namibia)" (Juliane B. & Nadine B.) — der war wirklich sehr interessant und auch gut besucht. Man hat einiges erfahren über !Xóõ, nicht nur über seine Klicklaute. Dann wieder 'ne Pause, ein Vortrag über starke Konjugationen und dann kam Paul Boersma, der Miterfinder und -programmierer von Praat zu Wort. Er wollte über Phonetik erzählen, sprach aber dann doch über was anderes... nicht uninteressant zwar, aber übertrieben lange. Bin eingeschlafen dabei. Der 5-minütige Phonetikteil am Ende war aber recht nett... darüber, dass die Niederländer weder [s] noch [ʃ] hätten, sondern eher sowas wie [ɕ] (oder vll. [ɕʷ]?), das etwa in der Mitte liegt, und wodurch der Satz "I'm sitting on the couch" leicht misszuverstehen ist. Ein hübscher Lacher.
Danach war Freizeit, und wir sind durch Amsterdam gelaufen. Ich war die Tage meistens mit Tina unterwegs, oft auch mit Benjamin und AkW, teilweise auch mit Flo. Tina und ich haben einen lustigen Fastfood-Stand gefunden, bei dem's Burger und Sandwiches in einer Art Automat gab, der von einem Mann, der dahinter gefangen zu sein schien, immer wieder aufgefüllt war. Sehr lustige Angelegenheit, das. Aber die Burger waren lecker und mit 1,60 € auch gar nicht so teuer (für die Niederlande). In der Nähe des Bahnhofs saßen wir dann neben einer Asiatin mit einem Sanskrit-Tattoo: न प्रतिगार्गं पश्यसि प्रतिगृहितुमर्हसि / Na pratigārgaṃ paśyasi pratigṛhitumarhasi — kann das jemand übersetzen??? Am Abend saßen wir dann alle noch vor unseren Bungalows und haben geredet und so.

FREITAG:
Der erste Vortrag war "Gäste, Wörter and Wägen: Umlaut as a plural marker in German" (Kristin K.), den fast keiner Besucht hatte — zu Unrecht, wie ich fand, es war einer der besten. Vor allem ging's um die Entstehung der Umlaute in den Deklinationen und Pluralbildungen im Deutschen. War glaube ich auch der einzige Vortrag, der auf Deutsch war. An die beiden nachfolgenden Vorträge kann ich mich schon nicht mehr erinnern, bin da wohl bei beiden eingeschlafen... achja, vor allem beim zweiten (irgendwas mit Spracherwerb und Defiziten). Als ich wieder aufgewacht war, wies mich Tina darauf hin, dass außer mir noch 6 andere Leute friedlich entschlummert waren, darunter auch Kristin. Hihi.
Dann ging's in den Amsterdammer Zoo! Und der war richtig toll! Fast sogar besser als unsrer hier in Leipzig. Tolle Tiere, toll angelegt, ein riesiges Insektenhaus und die Tiere waren irgendwie näher an einem dran, fand ich. Da Tina und ich uns von Anfang an einander verloren gegangen waren (sagt man so?), bin ich eher mit Luise Z. herumgezogen und hab die Gehege unsicher gemacht. Ja, es gab schon tolles Getier da. Als wir durch waren, traf ich dann doch noch auf Tina. In einem Park in Grachtennähe ließen wir uns nieder und verschnoffen noch ein wenig. Dann ging's wieder heim. Tina und ich haben dann noch mit einem Simon von anderswo Scrabble gespielt. Ich war stolz darauf, "Sinfonie" legen und alle meine Steine loswerden zu können. "Unsexy" brachte irgendwem aber noch mehr Punkte.

SAMSTAG:
Erster Vortrag des Tages war "News from field work on Ikaann (Benue-Congo, Nigeria)" (Nadine B.), und der war wirklich extrem interessant! Feldforschung eben. Ein Erfahrungsbericht, was haben Nadine und ihre Freundin so in Nigeria erlebt, was musste sie vorbereiten, wie sah so der Tag eines Feldforschers aus, Schwierigkeiten, Informanten, die Sprache an sich und dann auch noch generell etwas über das Numeralsystem des Ikaann. Und als wäre der Vortrag nicht schon interessant genug, kam danach ein Spanier mit noch einem interessanten Thema, das ich grad nicht zu Hand hab. Es ging aber um die Reduktion von syntaktischen Strukturen bei automatisierter Sprachverarbeitung, wörtliches Verstehen und Zuhilfenahme der Syntax seien hier nicht das wichtigste, sondern eher die Wahrscheinlichkeit der auftretenden Wörter, anhand der bereits gesprochenen... und die statistische Relation der Wörter im Satz. Ach wie soll man das erklären. Es machte zumindest viel Sinn. Ich glaube, die meisten waren sehr positiv überrascht.
Dann ging es wieder einmal durch die Stadt, auch in Bücherläden, wo ich mich mit einigen Büchern eindeckte, zu denen ich später noch kommen werde. Etwas Zeit verbrachten AkW, Benjamin, Tina und ich dann am Hafen. Für den Abend wurde entschieden, zu grillen. Leider stellte sich heraus: Es gibt keinen Grill auf dem Campingplatz! Da musste das mitgebrachte Essen eben in der Pfanne auf dem Gasherd gemacht werden. Auch gut.
Und zum Ausklang des Abends und der StuTS an sich gab's eine Party irgendwo, wo wir erstmal hinkommen mussten. Das erwies sich aber als nicht schwierig, denn die Amsterdammer hatten Wegweiser per Kreide auf den Boden geschrieben... lustige und linguistische obendrein. Eins davon wies zum städtischen Gefängnis mit den Worten functional grammar, während bei generative grammar der Weg weiterführte. Die Party selbst war dann ganz nett, der Leute wegen (v.A. Tina, Kristin, Benjamin, Lingling, usw.), nicht wegen des DJs mit seiner grottenschlechten Musik. Nicht einmal "Wat zullen we drinken?" konnte er bei sich finden. Fohrschbar! Nadines Vortrag über ihre Feldforschung wurde dann auch tatsächlich für den besten gekürt. Zurecht!
Die Heimfahrt war interessant und anstrengend. Etwa zu 35st ging es gen Bushaltestelle, doch da war der Bus grad weg. Wir harrten also des Busses, der da kommen würde, worauf ein Mann in einem Auto vorbeifuhr und anhielt, laut rief: "What happened to you?!" und dann weiterfuhr. Später kam er dann noch einmal aus der anderen Richtung, machte eine Vollbremsung und frug erneut: "Tell me what happened to you... NOW!", dann raste er fort. Wir dachten schon, er fährt uns alle über den Haufen! Aber es blieb abenteuerlich: Der Bus brachte uns irgendwohin, wo wir umsteigen mussten. Das war saukompliziert, denn ein Teil musste bezahlen, während der andere gratis mit einem anderen Bus fahren konnte. Es war alles sehr konfusierend. Irgendwo in der Pampa angekommen, mussten wir dann noch ca. 30 bis 40 Minuten laufen, wenn nicht länger. Das war schon irgendwie alles etwas seltsam. Die Heimfahrt in die Bungalows dauerte etwa 3 Stunden, glaub ich. Mindestens!

SONNTAG
Letzter Tag. Taschen packen, Zimmer ausfegen, ein letztes mal noch duschen (wenigstens warmes Wasser!), sich von allen verabschieden, Frühstücken und dann ging's los. Da unser Bus aber erst 16:32 oder so fuhr, hatten wir noch Zeit in Amsterdam. Ich und einige andere sind dann nochmal zum Markt und ich habe noch mehr Bücher erstehen können. Die Heimfahrt mit dem Zug war dann nicht ganz so angenehm, da wir den Wagon mit einer betrunkenen Horde 40-jähriger Fußballfans teilen mussten... naja, wie solche Leute eben so sind. Schlimm. Zwischenstopp gab's in Berlin auf dem unglaublich riesigen Hauptbahnhof, und gegen 3:00 kamen wir dann in Leipzig an, wo sich Luise D. dann unfreundlicherweise (was anderes ist man von ihr aber eh nicht mehr gewohnt) aus dem Staube machte. Für mich ging's weiter mit Nachtbus und dann zu Fuß, so dass ich etwa um 4:30 daheim ankam und müde ins Bett fiel.

Bilanz: Es war super! Ich habe zwischendurch immer mal versucht, Oscar Debats zu erreichen, den ich von diversen Esperanto-Treffen kannte, doch der war leider nie zuhause. Sehr schade. Eine große Ausbeute an Büchern und anderen Objekten habe ich machen können:

Zuhause angekommen durfte ich auch meine neu erworbene Sumerischgrammatik in die Arme schließen. Besonders toll geschrieben ist sie zwar nicht, aber beim Lesen merke ich schon, dass sie praktisch nicht das geringste mit der ungarischen Grammatik gemein hat. Ich werde öfter ans Klingonische erinnert, als ans Ungarische. In your face, nostraticians!
Niederländisch ist auch lustig, ich habe die Grammatik fast durchgelesen, habe aber in Amsterdam kaum üben können, da die Leute dort alle Englisch und/oder Deutsch konnten. Deswegen warte ich sehnsüchtig auf Dochter van de jungle, damit ich mal was auf dieser lustigen Sprache lesen kann. Ich stellte allerdings fest, dass Lesen viel viel leichter ist, als gesprochenes Niederländisch zu verstehen, auch wenn man die Phonologie kennt... wir werden sehen.

Eine Reihe von Fotos kann man sich ansehen, wenn man im StudiVZ angemolden ist:
Meine Fotos
Einer Constanze Fotos
Tinas Fotos
Florians Fotos

Die nächste StuTS findet dann im November in Münster statt (vielleicht hättest du Interesse, dabeizusein, [info]elgrande?). Für die übernächste hat sich leider noch niemand gefunden.

Einige unvergessliche Sprüche und "Überwörter":
"Overstappen op streekvervoer"
"It's all written in the book!"
Spacken (v).
Totmummeln (v).
Sappiger Astralpöker (n).
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May. 7th, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

Away Message: Amsterdam!

Ich fahr jetzt gleich nach Amsterdam auf die StuTS (Studentische Tagung Sprachwissenschaft) und werde erst am Montag früh wieder hier sein. Ich hab extra ein bisschen Niederländisch gelernt. =)

I'll go to Amsterdam for the StuTS (Student's Conference on Linguistics) in a moment and won't be back before early Monday morning. I even learned some Dutch. =)

Ik ga nu even naar Amsterdam op de StuTS (Studentische Verdagering Taalwetenschap) en zal eerst 's maandag vroeg terug zijn. Ik heb extra een beetje Nederlands geleert. =)

Mi tuj iros al Amsterdamo por la StuTS (Studenta Lingvistika Renkontiĝo) kaj ne antaŭ 'l frua lundo revenos. Mi ja eĉ lernetis la nederlandan lingvon. =)

我现在就去阿姆斯特丹上StuTS(语言学学生会),才星期一早晨回来了。我甚至学了一点儿荷兰语。 =)

May. 6th, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

Wochenrückblick

Letzte Woche war ich Dienstags zum Sprachenabend, wieder mit Liesa, Tina, Helen und Hanne. Auch Marcos war dann da, und ab und zu auch Dave. War recht nett, diesmal haben wir ein bisschen mehr für Esperanto gemacht, Liesa hatte das "Tesi la testudo"-Lehrbuch mit, das jetzt einen Fettfleck hat. Heute – wieder Dienstag – ist Themenabend dort: Es geht um Taiwan. Jason wird's leiten und es soll wohl taiwanesisches Essen geben. Ich hab schon einigen Kommilitonen und Chinesinnen bescheidgesagt.

Am Mittwochabend war ich dann zum "Roten Klappsessel", dem Sinologie-Filmabend (aller 2 Wochen ist der). Sie brachten 图雅的婚事 ("Tuyas Hochzeit"), auf Chinesisch mit starkem(!) mongolischem Akzent und englischen Untertiteln. Der Film war so naja, ich fand ihn jetzt nicht übermäßig toll, aber er war schon ganz okay. Ich hab mir auch eine Niederländischgrammatik aus dem MPI ausgeliehen, die ich bis jetzt zumindest halbdurch habe. Ist eher ein Lehrbuch. Muss mich ja vorbereiten auf Amsterdam.

Am Donnerstag war frei, wie schön!

Und am Freitag waren wir wieder chinesisch essen im 熙桂园, so wie jede Woche. Danach kurz arbeiten und dann zum Wikipedia-Stammtisch in die Ständige Vertretung. War in etwa so unspektakulär, wie ich erwartet habe... Thogo war ja auch da, und eben einige andere deutsche Wikipedianer, von denen ich vom Lesen her nur Uwe Gille her kannte. Es ging um Fische, Englisch, Wikipedia, bevorstehende Atomkriege, Veterinärmedizin, Japan und Vandalismus. Ich denke nicht, dass ich noch mal kommen werde, es ist nicht wirklich was los.

Am Samstagabend, nachdem ich mal im P.C. war, war mir dann langweilig, also hab ich Lisa und Danaé zur Bespaßung zu mir bestellt. Wir haben Nudeln gemacht und gegessen und ganz viel geredet und erzählt. Man muss ja nicht immer etwas grandioses Planen.

Tags drauf, am Sonntag, waren Lisa, Danaé, René und ich auf der Kleinmesse, einem kleinen Vergnügungspark in Leipzig. Das war schon lustig, ging aber auch etwas auf Lisas und meinen Magen.

Gestern (Montag) war Wahlvorstandsbesprechung, ich bin ja irgendwie im Wahlvorstand. Naja. Wir werden das hinkriegen, hab mich auch für die Besetzung des Wahlstandes eingeschrieben, wenn ich mich schon nicht selber zur Wahl stelle.

So. Und jetzt muss ich gleich los in die Villa zum besagten Sprachenabend! Themenabend Taiwan, wie gesagt. Tüdelüü!
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Apr. 28th, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

Clarapärkliches Grillieren mit Kathi & Kind

Wär eigentlich schön, sich anzugewöhnen, wieder jeden Abend was zu schreiben, ne? Naja...
Jedenfalls war ich heute für mehrere Stunden zwischen Mittag und Abend im Clara-Zetkin-Park, wo Kathi, ihre Tochter Elisabeth (ihres Zeichens 2 und gerade in der 2-Wort-Phase), Birgit, ich, Tyko, Verena, Steve und seine Freundin Doro uns einfanden, picknacken, grallen und uns bei sengender Sonne sonnen. Das war sehr schön. Ich saß fast die ganze Zeit auf der Decke, weswegen mein linker Arm jetzt leicht rot und der andere noch hautfarben ist. Aber sei's drum.

Sonst gibt's nichts weiter neues, außer dass ich meine Aufzeichnungen von der 1. Hälfte von Kultur- und Geistesgeschichte nicht mehr finden kann. Argh! Jetzt muss ich mir das noch von irgendwem ausborgen! Fohrschbar!
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Apr. 27th, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

La h-sistemo

Eta novajho pri (mia) Esperanto!
Ekde nun mi uzos la h-sistemon, kiam mi ne havas la eblecon uzi la supersignojn aù kiam mi estas tro putra por ili. Mi tiam ghis nun kutime uzis la x-sistemon, sed fakte unu sola argumento konvinkis min turni al tiu h-sistemo: Ghi aspektas multe malpli fremda kaj konstruita kiel la x-sistemo! Esperanto kelkfoje aperas iomete strange kaj fiktiva, kiam ghi skribitas kun multe da iksoj. Emilja (el la Freenode-babilejo #esperanto che IRC) diris ghin al mi kaj mi estis subite konvinkita, hehe... Ghi vere pravis!
Do, ne miru, ke mi en IRC, ICQ aù MSN nun subite uzas alian sistemon, kiam mi skribas kun vi. Estas por grava kialo. Kaj Esperanto-Anja ja jam chiam uzis la h-sistemon.

Ghis la revido! =)
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Übers tolles Gestern und den heutigen Studieninformationstag

Also gestern war echt mal ein schöner Tag! Freitag, mein ich jetzt. Erst der Kiranti-Kurs, der recht interessant war. Dann sind wir wieder zu 7t oder so essen gegangen ins 熙桂园 (Pinyin: Xī Guì Yuán; IPA: [ɕi⁵⁵ kwɛi̯⁵¹ jyɛ̯n²⁴]; Deutsch: "Strahlender Zimtgarten"), dem besten Chinarestaurant der Stadt — dem muss ich irgendwann nochmal einen eigenen Eintrag widmen, so toll ist der! Superlecker, wie immer, und ich hab zum ersten Mal 饺子 (Jiaozi, chin. Teigtaschen mit Fleisch und Sauerkraut gefüllt, mmmmh!) gefuttert. Sehr sehr lecker! Zu unserer großen Überraschung wusste die Kellnerin sofort, dass ich immer einen Orangensaft dazunehme und dass Ozan kein Fleisch wollte — und das, obwohl ich erst zum 3. und Ozan sogar erst zum 2. mal da war! Das war toll!

Danach bin ich ins MPI gegangen und habe munter weiterglossiert, der 17. Text "Зирун, зейн..." (Zirun, zeyn..., dt.: "Der Fuchs und der Bär") ist jetzt fertig, ergibt aber irgendwie nicht so sehr viel Sinn. Ich habe viel mit Юлия geredet, als nämlich draußen auf dem Gang Tumult war, sind wir ins Gespräch gekommen und haben dann ganz viel und ganz lang geredet über alles mögliche. Sie ist irgendwie schon im 10. oder 11. Semester und hatte damals sogar bei Tracy Hall Unterricht, wusst ich gar nicht... Wir haben mehr gelacht, als gearbeitet. Aber muss ja auch mal sein. ^^
Später hab ich dann einige Sachen zusammengetragen für den nächsttägigen Studieninformationstag. Ich hab mich jetzt mit dem A3-Farbkopierer im Erdgeschoss angefreundet. Ein tolles Teil! Ich habe mir erlaubt, mir eine A3-IPA-Tabelle für meine Wohnung auszudrucken, vielleicht häng ich sie an die Wand zwischen meinem Fenster und meinem CD-Regal. Außerdem eine WALS-Karte und ich bekam von Peter fröhlicherweise freundlicherweise das Welcome!-Plakat von der vorletzten Spring School.

Und noch was schönes: Auf dem Nachhauseweg sah ich am Bahnhof auf der gegenüberliegenden Seite plötzlich Uta (nein, nicht die Uta aus ASW). Dachte erst, sie war's nicht, hab sie aber dann an ihren Haaren, Schuhen (tolle Schuhe!) und ihrer Schwester Ines erkannt! Bin dann kurz hin, haben dann auch so 5 Minuten gequatscht oder so. Ja, die vielen Sachen haben alle, äh, meinen Tag gemacht. :)

Und heute? Heute war's auch nett... Studieninformationstag im Campus Jahnallee. Man kriegt in der Stadt und auf dem Campus den Eindruck, die nächsten Erstsemestler besteht zu 90% aus Mädels. Aber ich beschwer mich ja nicht. *g* Wir hatten auch wieder den Linguistikstand zu betreuen. Ich war mal als erster da. Tyko hielt dann einen perfekten und makellosen 45-minütigen Vortrag über den Bachelorstudiengang Linguistik, was man da so lernt, wie's aufgebaut ist und die leidige Frage: Un' was kammor da ma' spädor mit machng? — hätte ja eigentlich Herr PD Dr. Dölling machen müssen, der musste aber unbedingt seine Enkelkinder besuchen. Gottseidank, muss ich sagen, war viel besser so. Es waren auch viele Leute da... mindestens 37, vielleicht sogar 40. Ich hab mich mit 'ner Saskia unterhalten und mit Helen, die auch da war. Später ging's rüber zu unserem Linguistik-Stand. Plakate angehängt — wir hatten echt den bestdekorierten Stand unter der Philologen. Gekommen sind dann wie immer nur recht wenige... vielleicht 7 oder so. Tyko, Тарас (Taras, nicht "Tapac") und Joha waren auch mit dabei. Und 14 Uhr haben wir dann abgebaut.

Ich hab vorhin noch einige Stunden mit Christine D. telefoniert, einer Esperantistin aus Aschaffenburg. Sie hat sich überlegt, mal über die Pfingstferien 3~4 Tage vorbeizukommen um sich Leipzig anzugucken (und vll. auch die anderen hier ansässigen Espis), weil sie vielleicht hier studieren wollen würde. Und sie interessiert sich auch für Tendance, der Tanzschule in der auch meine Schwester Anja und ihre Freundin 이영미 (Young-Mi Lee) ist. Wir haben viel über Essen geredet, irgendwie... ich freu mich jedenfalls schon auf Pfingsten!
Und es rief auch Kathi an, die morgen mittag zusammen mit Kind und Kegel Tyko, Verena und Birgit im Clara-Park grillen möchte. Da komm ich auch mal mit. Hoffentlich find ich's.
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Apr. 25th, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

FaRaLing, Party, Uta & Stephan, Konzert, usw.

Die heutige FaRaLing-Sitzung war irgendwie bescheuert. 50% der Anwesenden hatten schlechte Laune oder ihre Tage, wie mir scheint. Kein Wunder, dass das Beteiligungspotential sinkt, wenn von einer Seite immer nur rumgemault und abfällig dahergeredet wird, und wenn man dann mal was sagt, einem eh keiner zuhört. Früher war die Stimmung nicht so düster... weiß auch nicht, was das in letzter Zeit immer ist.
Blöd war's auch gegen Ende, als wir gerade am Zusammenpacken und Aufräumen waren und es an die Tür klopfte: Ein seltsamer Typ – schwarze Haare, lächerliche blaue Krawatte und alterthümliche Hosenträgerhose, samt Täschchen und Filzhut – platzte herein, identifizierte uns korrekt als den Fachschaftsrat Linguistik und meinte dann, er wäre Romanist. Statt preiszugeben, wer er war, gab er sich dann als vom Landeskriminalamt beauftragter aus, der nur mal abchecken wollte, ob auch gearbeitet würde. Dann palaverte er etwas von Bier und dass man in Deutschland ja keine Witze mit Nazis und Juden mehr machen könne. Aha, aha. Er pflanzte sich auf einen Stuhl und gab weitere dümmliche Kommentare ab, bis wir ihn mehr oder weniger rauswarfen. Ich bin dann beim Rausgehen vorm GWZ ausversehen (wirklich nur ausversehen!) auf seine Kameratasche und seinen Hut getreten. Komischer Kauz. Der Arschlochfaktor war an diesem Abend recht hoch.

Ansonsten war der Tag auch etwas sinnlos. Ich habe nach dem gestrigen Abend dann heute früh Chinesisch und die beiden Typologiekurse mehr oder weniger geschwänzt... andererseits konnte ich mich auch nicht auf die "Typologie grammatischer Relationen" vorbereiten, da sich die zu lesenden 74 Seiten im moodle weder öffnen noch ausdrucken ließen... und das ist keine Ausrede! Stattdessen habe ich ein wenig für ASJP gemacht, war also nicht unproduktiv. Gestern habe ich auch wegen meinem damalig zurückgeschickten mp3-Player angerufen — die haben mir nämlich immer noch nicht mein Geld zurückgeschickt. Nüscht könn'se, jarnüscht. Fauln Schweine.
Auf Arbeit war ich dann auch, hab etwa ein Dutzend weitere Sätze glossieren können und hab ein paar Sätze mit Юлия gewechselt, was ich vielleicht auch öfter tun sollte, da sie sehr nett ist. Übrigens fiel mir neulich im MPI die frappierende Ähnlichkeit zwischen Søren und David Tennant (Doctor Who) auf.

Gestern Abend war Semesterauftakt(s)party, das vorbereitete Programm ist nicht zum Einsatz gekommen, aber das schien niemanden weiter gestört zu haben. Ich hab Sarah B. meine Sächsischwortliste abgefragt und sogar Herr Dölling schien sie interessant zu finden. Und ich hab mich gefreut, dass Julia W. und Tina G. da waren, da gab's ein bissl Spaß.

Ein richtig toller Tag war der Dienstag: Das fing erstmal recht lustig an, weil ich den Eingang zu meiner Chinesischvorlesung erst nicht finden konnte (wir hatten da noch nie) und mich dann, als Herr Filipiak grad was anschrieb, wegschlich, da ich mit Luise ins Gewandhaus bin. Da war nämlich Schülerkonzert mit Filmmusik. Hab mir allerdings mehr davon erhofft. Wir schienen wirklich die einzigen Nichtschüler da drin gewesen zu sein. Für 3,50 € war's doch recht nett, allerdings kannte ich von den gespielten Filmen nur 2, nämlich Mission: Impossible und Fluch der Karibik. Außerdem hatten sie noch Harry Potter, Herr der Ringe, Charlie und die Schokoladenfabrik, Spiderman und Hui Buh! Das machte das ganze irgendwie etwas albern, zusammen mit den Johnny-Depp-Witzen des Dirigenten. Das, worauf ich mich am meisten gefreut hatte, nämlich Zurück in die Zukunft wurde gar nicht gespielt. Naja.
Danach (nach einer kurzen Arbeiterei im MPI) traf ich mich mit Uta R. und Stephan W. im Hauptbahnhof bei McDonald's — die beiden gehen aufs Heisenberg-Gymnasium zur Schule und lernen grad Esperanto (selbstständig mit einem Kurs von lernu.net, hatte sie durch Zufall kennengelernt). Ich hatte Uta gefragt, ob wir uns da nicht mal treffen wollten, v.A. damit ich ihnen die (am Vortag von mir erstellte) Beitrittserklärung zur Esperanto-Jugend Sachsen geben konnte. Ich hab auch ziemlich viel erzählt dann, über Esperanto, das IS, was es so alles gibt und wie alles funktioniert... wir haben auch über alles mögliche andere geredet und einiges gegessen. War richtig nett, sollt'mer mal wieder machen!
Dann wieder kurz auf Arbeit gewesen und dann Sprachenabend in der VILLA, wie jetzt jeden Dienstag immer. Diesmal mit dabei: Helen und Hanne, Tina und Jana aus der Linguistik. War lustig, wie immer. Ich find's schön, jetzt wieder jeden Dienstag da hinzugehen. In 2 Wochen gibt's da wieder 'nen Themenabend: Taiwan diesmal! Und es soll auch versucht werden, einen Chinesischtisch aufzumachen. Da muss ich mal ein paar Chinesen rekrutieren. =)

Und jetzt noch kurz zum Montag: Erwähnenswert wär da eigentlich nur, dass ich zwischen meinen beiden Seminaren mit Oyunsodo essen war, wir viel über Mongolisch (v.A. die Schrift) geredet haben und ich sie die 40 Wörter für ASJP in ihrem Dialekt ("Mongolian, Peripheral") abfrug. Das war auch sehr spaßig. Interessant ist auch folgendes: Im Mongolischen nennt man die verschiedenen vokalharmonischen Repräsentationen, also ob hoch- oder tiefvokalisch, "männlich" und "weiblich"... das Wort für 'Stein' lautet auf Mongolisch in ihrem Dialekt etwa ['χata], während 'Feuerstein' ['χete] heißt. Muss die Wörter mal mit Lennarts "Hochmongolisch"-Kenntnissen vergleichen.
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Apr. 20th, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

Partys, Rämbo, etwas über Schulen und Sprachenabend revisited

Endlich leier ich mir mal wieder 'nen Eintrag aus den Rippen. Komm grad von meiner Schwester, deren Freund Sven D. (bei den vielen Svennen in letzter Zeit muss ich das mal differenzieren, daher das D.) feiert nämlich heute Geburtstag und da haben wir schonmal angestoßen und ihn glückbewunschen. Heute nachmittag (bzw. mismorgaŭ) kommen dann seine Eltern und auch sein kleiner Bruder (Stephan, 18) mit seiner neuen Freundin. Meine Schwester hat Apfelkuchen gebacken, hoffentlich ist der lecker. Und bei meinen Eltern gibt's morgen Kassler zum Mittagessen, da werd ich mich mal ausnahmsweise schon zur Mittagszeit aus dem Bett quälen. Ich liebe Kassler! =)

Ansonsten... Jürgen hatte "letztens" (letzte Woche Samstag) seine Geburtstagsfeier und Melanie, Lisa und ich waren auch eingeladen. War ganz nett, doch, wirklich, das Essen war sehr lecker und es gab reichlich davon. Franzi und Jürgens Freundin Judith waren ja vor 'ner Weile in Thailand und da haben sie mal die Fotos gezeigt. Die waren teilweise recht interessant, teilweise recht typisch, was man eben so kennt, von Fern(süd)ost. Ein bisschen genervt hat, dass Franzi auch zu den langweiligen und fast nichts aussagenden Bildern (Motiv: zwei hölzerne Gartenstühle auf einer Veranda) einen zweiminütigen Vortrag hielt, wie und wo das war. Das musste nicht unbedingt sein, und das fanden auch die meisten etwas zu lang. Julia war übrigens auch dort – ja, die Julia – mit ihrem neuen Freund. Ich hab mich gefragt, wie ich da reagieren würde, sie so zusammen beide auf der Feier zu sehen und so, ob mich das irgendwie "mitnimmt" oder so, und Julia frug mich das auch (was ich sehr lieb von ihr fand). Naja, im Endeffekt war's zwar irgendwie seltsam, aber gar nicht schlimm.
Auf der Heimreise gab's dann leichte Huddeleien mit dem Bus, aber ging schon. Melanie, Lisa und ich haben dann noch entschieden, zu Patrick zu fahren, was wir dann auch taten. Dort blieben wir dann bis früh halb 9 (!), haben gequatscht und uns Musik und komische Videos angeguckt. Darunter auch eins, angekündigt von Patrick als: "Kennste schon d'n Rämbo?" — Nee. Aber nu' kenn ich ihn! Und ihr solltet ihn auch kennenlernen, ich fand's zum Brüllen, ich hab wirklich Tränen gelacht, es war nicht auszuhalten, so genial, so toll, grandios! Es ist 'ne Szene aus einem Rambofilm, neu synchronisiert von Elsterglanz, einem Komikerduo aus dem Mannsfelder Land. Die sprechen erstens so wie meine Halbtante Sigrun und Onkel Horst ("Jarnüscht!") und zweitens kommt ja auch Sven G. (des MPIs Phonet) ganz grob gesagt aus der Gegend. Ich dachte also so bei mir: "OMG WTF LOL!!! Das muss ich Sven zeigen! ROFL!" bis mir plötzlich klar wurde: "Nein, das wollte Sven MIR zeigen!" Jener schickte mir nämlich neulich einen Link namens "Mannsfäller Rämbo", den ich mir mal angucken sollte... hab ich vergessen, aber nu' wusst ich's wieder. Hätt'ch nur ma' auf'n Zvenn jehört!
Große Empfehlung an alle: Video angucken! (dort findet sich sogar der Text zum Auswendiglernen)

So. Ein Tag zuvor waren Melanie, Johanna, Lisa und ich übrigens in "21", was auch wirklich ein total toller Film war. 8 Punkte. Dann sind wir in irgendein komisches Spanisches Restaurant und haben auf Patrick und seinen Kumpel Ralf gewartet. Das war schön, wir hatten viel Spaß. Johanna und ich haben uns im Kino auch supergut verstanden, da wir beide gequatscht haben... nicht viel, nicht laut, aber genug um Melanie in Verwunderung zu stürzen. Achja, und endlich mal jemand, der salziges Popcorn mag! Boah, wir haben die ganze Zeit gefuttert, lecker lecker! Sollten wir öfter mal machen!

Uni war in der Woche interessant, aber nicht weiter groß erwähnenswert. Obwohl... ich war bei Herrn Müller sr. im Büro und wollte ihm für seine Kinder das BIP Kreativitätsgymnasium vorschlagen, weil er hat fragen lassen, ob jemand eine gute Schule für seine Kinder in Leipzig kennen würde. Eine, wo die Kinder auch Grammatik lernen und wissen, was ein Objektsatz ist. Jene Schule wäre ein guter Kandidat, ich hab Hanne gefragt, die da ja in die 9. Klasse oder so geht, und sie wusste, was ein Objektsatz war. Alle Achtung. Für Herrn Müller sr. war die Schule aber keine echte Option, weil er schon schlechtes gehört habe, das er aber nicht wiederzugeben vermochte, und er eigentlich auch nicht auf eine Eliteschule aus war, v.A. des Preises wegen wegen dem Preis. Nungut.
Mit Luise war ich neulich auch im Bahnhof und hab die Karten für die Reise zur StuTS nach Amsterdam geholt. 12 Leute sind wir jetzt, die mitkommen. Das heißt, ich habe 866 € hingeblättert, das wäre für die Hin- und Rückfahrenden etwa 83 € insgesamt. Muss ich mal zurückfordern, das Geld. Freu mich schon auf Amsterdam!

Achja, und ich geh jetzt wieder regelmäßig zum Leipziger Sprachenabend (Soirée Polyglotte) in die VILLA. Und zwar zusammen mit Liesa, Tina, Helen und Hanne. Vielleicht kommen auch Marcos und Uljana mal mit. Ist schon lustig, da haben wir unseren eigenen Esperantotisch. Nächsten Dienstag Abend gehen wir vermutlich wieder hin. Und apropos Esperanto. Ich habe jetzt die Beitrittserklärung für die Esperanto-Jugend Sachsen (EJUS) fertiggestellt. Die werd ich am Dienstag anwenden, weil ich mich da nämlich nicht nur wieder zum Sprachenabend mit den Esperanto-Mädels treffe, sondern auch mit zwei eher neuen Bekanntschaften (in spe): Uta und Stephan, die aufs Heisenberg-Gymnasium gehen und Esperanto auf eigene Faust lernen. Da will ich denen mal die Zettel geben und mal gucken...
Achja, und ich geh am Dienstag um 11:00 aufs Filmmusikkonzert ins Gewandhaus! Man spielt Spiderman, Planet der Affen und noch einiges mehr bekanntes. Uta war dort schon und fand's klasse. Möchte noch wer mitkommen? Es kostet nur 3,50 €, da's eigentlich ein Schülerkonzert ist. Aber das ist ja wurscht, da man die Karten auch als Student oder sonstwas kriegen kann. All die tollen Sachen am Dienstag. Ich freu mich schon!

So. Reicht für heute. Ich geh schlafen, sonst verpass ich mein Kassler morgen. Worüber ich morgen Abend oder irgendwann mal noch schreiben sollte:
熙桂园, Fast-Food-Guide, Google Kalender (benutzt das von euch noch jemand?), Doctor Who, Christine D., "Sick of Sick?" (2. Auflage).
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Apr. 14th, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

Stundenplan — 8. Semester

Etwas spät, aber dafür überhaupt: Mein Stundenplan für dieses Semester. Es ist inzwischen das 8. und ich studiere nach wie vor Allgemeine Sprachwissenschaften und Sinologie auf Magister. Sollte sich was ändern, wird der Stundenplan upgedatet. So wie immer.

Universitäts-Stundenplan )
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Apr. 11th, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

Worse than Nostraticians?!

OMG! What's worse than Nostraticians or people who proclaim a supposed Hungarian-Sumerian link?
I'll tell you!

People who proclaim a Hungarian-Sumerian link and deny the relationship of Hungarian to Finnish!

Aaaaaaargh! What crazy world is this? Someone on StudiVZ just tried to convince me that Hungarian is not related to Finnish; he said he doesn't believe in a "Finno-Ugric family" and yet he believes Hungarian is related to Sumerian. And I thought it couldn't get any worse... hah, I was so wrong. o_O

That's all. More tomorrow. Over and out.
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Apr. 9th, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

LSSLD und meine 1. Uniwoche

Ich sitz grad im MPI und werd auch nachher gleich anfangen zu arbeiten. Aber jetzt erstmal ein kurzes Update.

Letzte Woche war also die "Leipzig Spring School on Linguistic Diversity" (LSSLD) hier in Leipzig. Die ersten drei Tage war ich nicht da, da war ich ja in Göttingen, aber den Rest der Woche ja. Eingeteilt war ich für den Bereitschaftsdienst im Büro (aka Fachschaftsratsraum) in den Mittags- und Nachmittagspausen sowie als "Aufpasser" für die Vorlesungen von Søren und Herrn Bickel.
Früh war immer Quantitative approaches to lexical comparison von Herrn Cysouw, da wollte ich eigentlich hin, aber es war mir immer zu früh, da hab ich's ausfallen lassen. Außer einmal, das war dann doch ganz interessant. Aber ich war leider noch nicht so ganz aus dem Ferientrott raus. Naja.
Um die Mittagszeit hielt Søren Wichmann dann seine Vorträge über Quantitative approaches to language change — mit anderen Worten: unser ASJP-Projekt (Automated Similarity Judgment Project). Ich hatte vor der 1. Vorlesung alles vorbereitet, Beamer und Dozentenwasser und Tafel und Licht und so, doch der Dozent fehlte. Alena kam dann auf die Idee, ihn auf dem Handy anzurufen (ich hatte seine Nummer nicht), und siehe da: Søren war noch in Dänemark und hatte völlig vergessen, dass an jenem Montag schon sein Kurs anfing. Hätte mir genauso gehen können, eigentlich. Die folgenden Tage war er dann aber da und es war wirklich interessant! Ich hab auch Dmitry Egorov getroffen, der auch bei ASJP mitarbeitet. Am Mittwoch haben wir uns dann auch im MPI getroffen, um einige Dinge zu besprechen und die Daten mit einer Gruppe von Russen zu vergleichen (Oleg Belyaev und seine Kolleginnen Natasha und Yulia). Das war etwas konfus, aber durchaus auch irgendwie lustig.
Herrn Bickels Seminar hieß Understanding typological distributions, was auch recht interessant klingt, aber irgendwie dann doch sehr stochastisch, statistisch und technisch war. Hatte da so meine Schwierigkeiten, dem zu folgen und wurde dann auch entsprechend müde. Aber naja.
Danach gab's die interessanteste Vorlesung von allen, würd ich sagen: David Gils How different can languages be? — ich hab's v.A. besucht, weil's um Pirahã gehen sollte, aber es stellte sich heraus, der Part über Indonesisch und Tagalog war viel interessanter. Es ging nicht darum, was Sprachen so tolles exotisches haben können, sondern eher darum, was manche Sprachen nicht haben, was sonst ganz verbreitet ist. Bei Pirahã eben die Rekursion (übrigens war Eugenie Stapert mal bei den Pirahã, wow!) und bei Indonesisch, ähm, fast alles. Eigentlich ist Indonesisch ja SVO, aber im Prinzip kann die Reihenfolge alle 6 Permutationen haben, was besonders schwierig ist, da Indonesisch ansonsten nicht viel Morphologie hat. Tjaja, und weglassen kann man im Prinzip auch alles unwichtige, auch die Relativsätze einleitende Partikel yang, sodass kurze Sätze wirklich wirklich alles heißen könnten. Vielleicht ein Grund, warum ich damals im Indonesischunterricht bei Esie immer eine 1++++ gekriegt habe.
Ich war auch nur zu einer Evening Lecture: Associational semantics and the typology of isolating languages, auch von David Gil, und auch sehr interessant und spannend. Danach gab's Essen im Bayrischen Bahnhof, wo Sarah, Luise und ich mit einem Iren (Conor?), einem Hebräer (טל), zwei Italienerinnen (Francesca & Sara) und einer halbukrainischen Französin (Nadia) sozialisierten. War lustig!
Und auf dem Nachhauseweg traf ich dann noch Thomas Wier und Helena Metslang. Ich wusste erst nicht, woher sie war, und wir sprachen Englisch, aber als sie sagte "Nürnberger Straße", frug ich sofort, ob sie aus Finnland wäre – wegen des Akzents, das klang sooooo Finnisch! – und siehe da: Sie ist Estin. Das war lustig. =)

So. Das war eben die Spring School. Am Ende wurde auch nochmal den Helfern (aka uns) gedankt und wir bekamen ein Zertifikat und eine orangene Rose. Schön schön. Nun zu dieser Woche:

Zwischen Wochenende und Gestern habe ich meine Hausarbeit über Zhuang endlich vollendet! 26 Seiten brutto sind's geworden, hab sie vorhin abgegeben, der Herr von Franz hat sich gefreut und ich hoffe, eine gute Note zu bekommen. Malŝaŭen...

Am Montag war der 1. Unitag im 8. Semester für mich. Fing an mit dem Übersetzungskurs Chinesisch-Deutsch bei Frau Buchta. War ganz okay. Dann eine ewig lange Pause, in der ich im MPI war, und dann "Strukturkurs: Baure" — das ist eine moribunde Arawak-Sprache aus Bolivien, nur noch von 13 Leuten gesprochen. Wir waren 9 Leute im Kurs, glaub ich... naja, erzähl ich ein andermal mehr von. Am Abend waren dann Lisa und Melanie bei mir — wir wollten eigentlich was kochen, haben uns dann aber für einen Bringdienst mit asiatischem Essen entschieden und die ersten 4 Folgen von Prison Break (total toll!) und die erste Folge von Supernatural (superlangweilig!) geguckt.

Am Dienstag hatte ich Chinesische Kultur- und Geistesgeschichte II bei Herrn Filipiak, diesmal in der Brüderstraße in einem alten DDR-Gebäude. Herr Filipiak hat es als historischen Ort bezeichnet, weil er da früher als Student mal Sport drin hatte. Uiuiui. Danach hab ich etwas Zeit bei Lehmann's (Bücherladen) verbracht) und bin dann zum proppenvollen Kurs Phonologische Domänen gegangen, den ich aber nicht mehr besuchen werde. Zu viel Arbeitsaufwand und zu viel Optimalitätstheorie. Und zu viele Menschen außerdem.

Aber am Abend waren Liesa, Helen, Hanne, Tina und ich dann beim Sprachenabend (Soirée Polyglotte) in der VILLA. Wir haben einen Esperantotisch gebildet und tatsächlich auch Esperanto gesprochen. Toll! Und wir wurden von einem englischsprechenden Polen für Radio Mephisto interviewt. Das könnte peinlich sein. Ich hoffe fast, es wird nicht gesendet. Von Helen hab ich die erste (neue) Doctor-Who-Staffel auf DVD ausgeliehen bekommen, whee! Und Hanne hat mir ihre Nasenflöte (tjaja, alternative Musikinstrumente) gezeigt, coole Sache das! Ich werd mir nachher auch eine zu kaufen versuchen.
Tina und ich sind danach ins MPI gefahren, weil sie's mal sehen und ich meine Hausarbeit ausdrucken wollte. Letzteres hat aber nicht recht geklappt, weil die Cyanpatronne alle war. Naja, musste's mein Vater machen.

So. Das war's. Über heute schreib ich heute Abend oder so. Meinen Stundenplan muss ich auch mal hochladen. Ciao!

P.S.: Dürüm schmeckt genau wie Döner, ist aber 1. wesentlich einfacher zu essen und enthält 2. eine sehr viel homogenere Mischung aus Gemüse und Fleisch. Sehr zu empfehlen.
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Apr. 3rd, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

sub_18 (Göttingen)

Also letzten Donnerstag ging's also los, das sub_18 — ein kleines Esperanto-Treffchen für Neulinge und – anders als der Name vermuten lässt – nicht nur für Unter-18-Jährige. Das Durchschnittsalter betrug, wenn ich mich nicht verrechnet habe, etwas über 19½ Jahre. Aber es ist eben eher ein Treffen für Anfänger, weswegen das auch umbenannt werden wird.
Dabei waren auf alle Fälle:
n_trueAndré (23/Leipzig), Antonia (19/Markoldendorf), Bea (23/Aschaffenburg), karulinCarolin (25/Hannover), Caroline (15/Chemnitz), Cosima (17/Aschaffenburg), Hanne (14/Leipzig), Helen (16/Leipzig), Jenny (22?/Leipzig), Leo (18/Mömbris), Liesa (22/Leipzig), Magdalena (16/Buxtehude), Miriam (16/Chemnitz), weemeyerRobert (32/Hannover), Tatenda (17/Buxtehude).

Die Leipzigfraktion war wiedermal die größte. Getroffen haben wir uns, exklusive Liesa, zusammen mit den zwei Chemnitzern am Hauptbahnhof in Leipzig und sind dann mit dem Zug nach Göttingen gefahren. Ging auch alles glatt, unterwegs, keine Probleme. Auch in Göttingen ging's dann recht schnell weiter. Als wir dann in der Jugendherberge ankamen, waren auch Leo, Cosima und ihre Schwester Bea und Liesa schon da. Später kam dann auch der Rest so langsam. Tatenda und Magda kamen erst 'nen Tag später an. Dann gab's eben eine Vorstellungsrunde und Leo hat ins geplante Programm eingeführt. Ich glaub, dann haben wir auch schon ein paar Kennenlernspiele gespielt, v.A. aber homlupo — zu Deutsch: Werwolf, das wir durchweg jeden Tag mehrmals spielten. War auch ganz interessant, auch wenn ich's trotzdem nicht soooooooo sehr mag. Aber später haben wir dann auch jede Menge andere tolle Sachen gespielt, z.B. "Alle die" und Cambridge Mao (auf Esperanto) oder "Parlament" (Ärmel hoch vs. Ärmel runter), und einiges mehr. Dann ging's ans Essen (das in der Jugendherberge dort in Göttingen auch ganz gut war, fand ich) und an die Verteilung der Zimmer. Leo, ich und Antonia – "Tona" – haben uns ein Zimmer geteilt.

Am nächsten morgen haben wir nach dem Frühstück wieder Spiele gespielt, dann ging's nach Göttingen. Auf mein Anraten – ich war ja schließlich schonmal in Göttingen auf der StuTS – wollten wir dann ins Mr. Baguettkov gehen, dem tollen pseudo-russischen Restaurant, in dem wir damals waren... doch schockschwerenot: Es war weg! Stattdessen ist so ein blöder Bäcker namens "Brot & Brötchen" da drin. Ich hatte mich so auf Mr. Baguettkov gefreut! Männo... dafür gab es komischerweise Stadtführer auf Esperanto(!!!) in Göttingen zum Mitnehmen. Da waren wir alle überrascht. Sowas hätt's hier in Leipzig sicher nicht gegeben, tolle Sache! Joa, wir sind dann so durch die Stadt gestiefelt, im Nudelhaus waren wir dann auch — da waren wir auch damals übrigens, ich konnte mich an den Slogan "Nudel verpflichtet!" erinnern. Daheim in der Herberge gab's wieder ein paar Spiele, Abendessen und Esperantokurse – für Anfänger und Fortgeschrittene und solche, die's eh schon fließend können, wir Carolin, Leo und mich. Am nächsten Tag ja auch wieder. Am Abend haben wir uns aufgeteilt. Manche sind los in eine Bar oder Disco oder Club oder wie das heißt, der Rest blieb daheim und spielte noch Werwolf und Cambridge Mao und so. Mit Erstaunen stelle ich fest, dass Helen überraschend schlecht darin war. Da hätt ich eher das Gegenteil erwartet.
An dem Abend kamen auch Marcos und Uljana, die auch mit cambrige-gemaot haben — da Marcos in Oxford studiert hat, kannte er von dort noch flüchtig Oxford Mao, was ein bisschen anders zu sein scheint.

Am nächsten Tag ging's nach Herzberg am Harz – "la Esperanto-urbo", die Esperanto-Stadt. Wir wurden durch die Stadt geführt von Zsófia Kóródy und Sandor, die uns auf Esperanto alles erklärten. So sonderlich spektakulär-aufregend ist Herzberg aber nicht. Es gibt einige Schilder auf Esperanto, ein "Domo de la renkontiĝo", ein "Esperanto-Centro" und eine "Biblioteko", eine Pizzeria die "Esperanto-Pizza" servierte, die aber nur eine gewöhnliche vegetarische Pizza mit noch nicht einmal sternförmig bestreuten Rucula-Blättern war, sowie das Haus von Peter Zilvar, einem anscheinend sehr bekannten Esperantisten und Interlinguisten, der seine Diplomarbeit bei niemand geringerem als John Wells schrieb... da waren wir kurz drin, mussten uns dann aber beeilen, zum Bahnhof zu kommen. Von den spärlich verteilten Esperantoschildern mal abgesehen, sieht Herzberg eigentlich mehr aus wie ein verschlafenes kleines Nest.
Am letzten Abend dann haben wir unten in der Disco zwar leider nicht getanzt, aber dafür nochmal Werwolf gespielt und später dann noch ein Spiel, dem "Armer schwarzer Kater" sehr ähnlich: Wir saßen im Kreis und der in der Mitte musste sich jemanden raussuchen, sich vor ihn/sie knien und sagen: "Liebling, ich liebe dich. Schenkst du mir ein Lächeln?" — worauf der geliebte nicht lachen oder lächeln darf und sagen muss: "Ich liebe dich zwar auch, aber ein Lächeln schenk' ich dir nicht.". Krass... Eine Leute waren wirklich schwierig zu "knacken". Vor allem Cosima, Marcos, Caroline und – zu unserer Überraschung Hanne. So eine brutale Ernsthaftigkeit und Zusammenreißung hätt ich ihr nicht zugetraut. Reschpeckt!

Als später nach und nach alle schlafen gingen, waren Miriam, Hanne und ich noch in der Disco unten und wollten nicht weg. Haben also noch ewig lange dummes Zeug erzählt, über Gott und die Welt philosophoren, bis es Tag wurde und wir nach durchgemachter Nacht zum Frühstück sind. Das ist wahrhaftig das erste Esperantotreffen, bei dem ich wirklich jeden Tag gefrühstückt habe! Aber war schon nicht schlecht.

Am nächsten Tag mussten wir dann wieder heimfahren, nachdem wir noch 'ne Auswertung des Treffens und noch ein paar Spiele gemacht haben. Die Heimfahrt verlief auch prima, mit einem Zwischenstopp in Gera, wo wir fast nur Assis begegneten. Das war so toll, alles! Allen hat's gefallen (außer vielleicht Bea, die hat immer nur geschlafen, schlimmer als ich!)... sogar Hanne scheint von Esperanto und dem Treffen und den Leuten begeistert zu sein. Wir haben uns gedacht, wir treffen uns nächsten Dienstag mal zum Sprachenabend in der VILLA alle wieder. Also die Leipziger... also Liesa, ich, Jenny, Helen und Hanne. Und ich habe auch noch Uta Rahn (hab ich bei lernu.net gefunden, sie ist unabhängig von mir auf Esperanto gekommen und lernt's grad) gefragt, vielleicht kommt sie auch, 's wär schön, und ich denke, ich frag auch mal Tina... vielleicht kann sie sich ja durchringen. Ja, Wiedersehen macht Freu(n)de! =)

Wo das nächste sub_18 stattfinden wird, ist noch ungewiss. Es wurden Leipzig und ein nicht näher bestimmter Ort an der deutsch-polnischen Grenze vorgeschlagen. Wär beides eine super Idee, find ich! Und das nächste mal möcht auch ich einen Kurs geben!

P.S.:
Ohohoho! Fast hätt ich vergessen, dass es Fotos gibt!
die Fotos von Leo
die Fotos von Carolin
die Fotos von mir (StudiVZ, sind aber auch bei Leo dabei)
die Fotos von Helen (StudiVZ, sind aber auch bei Leo dabei)
die Fotos von Helen (die gleiche nochmal im SchülerVZ)
ich, wie ich Esperanto mit dänischem Akzent spreche
ich, wie ich Esperanto mit Khoisan-Akzent spreche
Cooper, das Esperanto sprechende und verstehende Baby! Echt putzig. Ich frage mich nur: Kie estas lia umbiliko?!?!
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Apr. 1st, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

My LJ's 6th Birthday

Oh my, oh my, almost to late for my LiveJournal's 6th birthday! Happy Birthday to you, dear blog! Hope to be able to keep you around for many more years! And before I bore you with some statistics, I'll just sum up today and the last few days.
Well, today I was at the LSSLD (Leipzig Spring School on Linguistic Diversity), attended Søren Wichmann's and Balthasar Bickel's talks, spent some time at the office (aka Fachschaftsratsraum) and later went to Ariane with Luise, to have some waffles, pet Ariane's, Tsonka's and Cordula's cat (Mimi) and go see "Die Welle" at the cinestar with Ariane and Luise — really a movie worth seeing, in my opinion! I also bought a new semester ticket today. Note to self: I owe Ariane € 8.25.
Thursday to Sunday I was at the sub_18 (an Esperanto meeting) in Göttingen, and it was really really great! I will dedicate this an entry later... this week there's the LSSLD at the University of Leipzig, which I will write about at a later day. I should go to bed soon if I want to hear Michael Cysouw's talk tomorrow...

Now to the annual statistics, date: April 1, 2008
• Date Created: 2002-03-31 15:22:37 (note that that's a different time zone, so it was already April 1 for me)
• Account Type: Basic Account
• Journal Entries: 1,941
• Post Ratio: 0.89 entries per day
• Comments: 8,800 posted / 10,516 received
• Memories: 223 (I stopped memorizing stuff when the tag feature was invented)
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• Interests: 150 (highest possible amount)
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That's all for today. See you!
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Mar. 25th, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

Johanna & Kristina, eine Mormonin und The Squibs

So, Ostern ist nun vorbei, und ich hab auch einiges an Süßkram bekommen. Von meinen Eltern, meiner Omi, und von joschiJohanna und Kristina.

Ja, Johanna und Kristina!
Die waren bei mir, von Samstag bis Sonntag, das war lustig. Die beiden (Kristina kannte ich bis dahin noch nicht) haben zurzeit sowas wie eine Missionarsausbildung in Herrnhut, Sachsen. Und da wollten sie einfach mal in Leipzig vorbeikommen, in den Ferien. Original sind die beiden jeweils aus den Nähen von Peine/Hannover und Nürnberg. Johanna war jetzt einige Wochen in Kamerun, Äthiopien und im Tschad und Kristina war in Thailand. Wow! Christliche Missionare kriegen ziemlich viel von der Welt zu sehen; Mormonenmissionare ja auch*... ich finde, man sollte auch mal den Agnostizismus so verbreiten. ;)
Ich hab ihnen dann mal ein bisschen von Leipzig gezeigt, aber da ich nicht genug Zeit hatte, mich vorzubereiten (so wie damals bei den beiden Taiwanesinnen), war's alles etwas konfus. Wir waren auf dem Uniriesen oben und hatten eine schöne (aber kalte) Aussicht, sind dann auf dem Augustusplatz gewesen, in der Postbank (da musste Johanna hin *g*), haben die Nikolai- und die Thomaskirche angeguckt, in letzterer haben sie sogar grad gesungen, waren im Weltladen und dann in einem Café. Danach sind wir heim zu mir nach Engelsdorf, wo wir dann mit Lisa und m_e_l_l_iMelanie erst ein lustiges Spiel gespielt haben, das ich gleich erklären werden, danach SceneIt (wo Melanie & Johanna gewonnen haben) und am Schluss noch Fluxx, was aber dann blöd wurde.
Also das Spiel! Übelst genial! Jeder kriegt 'nen Zettel und 'nen Stift, schreibt dann oben auf den Zettel einen Satz und gibt den Zettel weiter (reihum, so dass man auch einen kriegt), dann zeichnet der nächste ein Bild zu diesem Satz, knickt den Satz um und gibt's weiter. Der nächste schreibt auf, was er zu sehen glaubt, knickt das Bild um und gibt weiter. Nach ein, zwei Runden oder wenn die Blätter voll sind, kann man sich kaputtlachen, was draus geworden ist. Herrlich! Da wird aus "Der Detektiv hat eine heiße Spur" schonmal "Bei Nacht schmeckt Eis am besten, besonders wenn man auf dem Weg anderer geht", und aus "Kaputte DVD-Player schafft man zurück zum Hersteller" wurde "Ein Kind hebt einen Donut auf, den ein Mann fallen ließ" — zum Zerschmeißen! :D Und ich wusste gar nicht, dass Lisa so gut zeichnen kann. Ihr Portrait von Johanna und der kleine gähnende Hamster waren echt süß! Muss ich mal einscannen oder fotografieren und dann mal hier reinstellen!
So. Dann sind Lisa und Melanie heim, Johanna und Kristina ins Bett und ich aufs Sofa. Am nächsten Tag haben wir frühgestucken, ich hab Kristina und Johanna meine "Sächsismenliste" zu Ende abgefragt und dann haben wir auf Johannas Wunsch hin Cambridge Mao gespielt, whee! Zu dritt ist das leider nicht sooooo lustig und auch etwas verwirrend, wegen der 8 und dem A. Aber war schon toll. Dann sind wir zum Bahnhof, sind dort noch ein bissl rumgestromert und in einem Café gewesen und dann zum Zuge gekommen. Die beiden Mädels sind zurück nach Herrnhut in ihr Schloss gefahren, und ich konnte in Engelsdorf aussteigen. Praktisch, praktisch!

Und quasi als Dankeschön hab ich 'ne Schachtel Merci bekommen und von Johanna eine amharische Zeitung! :D :D :D
Amharisch sieht krass aus... wie ein Haufen kleiner Männchen. Und ich stelle fest, sie haben den Doppelpunkt abgeschafft, den sie vor einigen Jahren oder Jahrzehnten noch zwischen jedes Wort gemacht haben! Auch das Fragezeichen und die Zahlen haben sie durch die europäischen ersetzt. Toll ist aber, dass man dort noch das Jahr 2000 hat, zurzeit. Die Zeitung ist durch ein Druckereiproblem komplett in magenta und der Titel ist, glaube ich, ኢትዮ-ስፖርት (Itəyo-Səporətə), also "Ethio-Sport"! Danke, liebe Johanna! ^^

*) Neulich vorm Hauptbahnhof sprach mich eine junge Frau mit englischem Akzent aber sehr gutem Deutsch auf meine tolle Leipzigtasche an und fand diese ganz ganz toll. Wir haben uns dann unterhalten. Sie kam aus Idaho, war Mormonin und hatte grad ihr Auslandsmissionsjahr (oder wie man das nennt) hier in Deutschland. Sie und ihre Kollegin wollten gerade einen befreundeten und in Leipzig wohnenden Mormonen besuchen. Sie frug mich auch, ob ich die LDS-Kirche in der Oeserstraße kënne. Gehört hab ich davon, aber dort war ich noch nie. Und ich dachte auch immer, es wäre ein Tempel... aber die Lady meinte, es wär nur eine Kirche. Naja. Wirklich sehr nett, die Frau!

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So, und nun noch ein kurzer Bericht zum Konzert von den Squibs, in Leipzig, neulich! Whoo! Ich war mit Lisa, Melanie und Jürgen dort (später haben wir dort auch noch maverick333Michi, "Cocx" und David getroffen. Und natürlich Karin! Das war ein Bandwettbewerb mit Leipziger Teeniebands und ich muss sagen, die Konkurrenz war gut, aber nicht besser. Zuerst welche namens Innerbox, die m.M.n. absolut schlecht waren, was aber zum größten Teil wohl an technischen Problemen gelegen haben könnte, danach Erste Adresse – zwei Mädels und ein Typ – die so ein bisschen herumgesungen haben, auf Deutsch. Fand ich nicht schlecht, eigentlich waren die recht gut und machten was her, aber es war auch ein wenig langweilig und gar nicht innovativ oder so. Danach die Squibs! Total toll! Da hat das Publikum auch angefangen, sich mal zu bewegen; und es war wirklich viel besser als damals im Flowerpower. Ja. Hatte was. Dann eine Band, deren Namen ich gerade vergessen habe und am Schluss Horst Hubert, die irgendwie lustig waren. Fand ich auch nicht schlecht. Und später kam dann noch eine Band, die nicht mitwettbeworben hatte... Name ist mir auch entfallen, es war aber ein Adverb mit A... Angeblich oder Anscheinend, oder so. Die waren erst so lala, hatten dann aber ein paar tolle Lieder mit lustigen Texten, gegen Frau Antjes Käsesystem und sowas wie "Seitdem ich Wissenschaftler bin, ist gutes Essen wieder drin!". Cool. =)
Die Squibs haben von der Jury den 2. Preis bekommen (150€-Gutschein von h&m *lol*) und von der Publikumsbewertung her den Hauptpreis: Geld und dass sie demnächst für irgendeinen Naturwissenschaftswettbewerb (da wo die Leute immer Vulkanmodelle, Sonnensystemmobiles und Ameisenkolonien bauen *g*) spielen dürfen. Schön. Hat sich gelohnt! =)
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Mar. 24th, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

ASJP — The New World Tree

OMG. I wanted to wait, but I can't! The new ASJP World Tree is out, and the results are amazing to say the least! I just skimmed over it, looked for some languages that I was interested in and stumbled about a few others. The isolates seem to find their way to geographically close languages...



We currently have 1760 languages in our sample, from all continents (except Antarctica). So let me just mention some very interesting outcomes. I'll begin at the arboreal arbitrary top of the tree.

Oddities, apparent macro-families:

  • Central Aymara, some Quechua dialects and two Chahuapanan languages, all unrelated languages from South America, end up at about the same place in the tree. This might be due to loanwords, of course, but those languages are at least very close to each other, both by Levenshtein and geographical distance.

  • Khoisan languages: Nama is at the same branch as Ju|'hoan. And they're further related to !Xóõ and N|u. I'm not sure if they're supposed to do that, but it's might be due to the ASJP orthography treating all the clicks as one single character: <!>.

  • The Sino-Tibetan language family, coming out really nicely in the tree seem to have a sister: Hmong-Mien! They're geographically close and now even linguistically, judging from their Levenshtein distance. Hopefully that's not just due to chance or loanwords.

  • Now to Haida from the Queen Charlotte Islands in southwestern Canada. They were usually classified as Na-Dené, but I read that this is not at all certain. Or is it? Anyways, I found it next to Krenak (Macro-Gê, Brazil, but those languages are all over the tree anyway; maybe Macro-Gê is bogus?) and some Niger-Congo languages from Côte d'Ivoire.

  • Ket is a Yeniseian languages from central Russia, and thus almost isolated. Edward Vaida said to have found a connection to Na-Dené from USA. And believe it or not — the language closest to Ket is Tlingit, which is Na-Dené! Their close neighborhood doesn't look as interesting though, much stuff from Africa and South America...



Isolated languages:

  • Ainu, from Japan/Sakhalin, is found branched with Chimariko (Hokan, USA), Yurok (Algic, USA) and Klamath (Penutian, USA). The relationship with them is gibberish. At least, those 3 North-American languages are close to each other, less then 250 km apart.

  • Burushaski, a language isolate from northern Pakistan — closest to some Niger-Congo languages from Africa and further related to the... Finno-Ugric languages? No way. Burushaski stays isolated.

  • Basque, with the many myths about its relationship, is an Algic languages, but the most remote one of its kind.

  • Korean is still in a branch with Warao (isolated, Venezuela). They're then closest to some Pentutian languages from California... hm. Very unlikely.

  • Elamite (isolated, long dead, from the Middle East). Some thing it might be related to Dravidian, but that's very far away in the tree. Instead, Pama-Nyungan languages from Australia come close. And then Austro-Asiatic (Khmer, Vietnamese, Santali, etc.). Afterwards, stuff from South America. So, no idea...

  • Japanese, being also isolated but sometimes thought to be Altaic, together with Korean, is joined with Ticuna, an isolate from Brazil, then related to more languages from there. No useful connection here.

  • Sumerian, dead and isolated, is closest to some half-isolated language family from PNG, then to Yukaghir (also isolated, Siberia) and Waorani (isolated, Ecuador). Hm. Damn. But:

  • Yukagir, which is isolated and from Siberia, is surprisingly closely related to the Chukoto-Kamtchatkan family, which happens to be from Siberia as well! I wonder if this might be a hint...

  • Andamanese (Önge, Jarawa; from some islands in the Indic Ocean) are in close connection to Abipon from Argentina and some North American languages... bah. No help. I hoped it to be found close to Austronesian, in accordance with Juliette Blevins' theory. I'm disappointed. But that doesn't have to mean anything.

  • Itonama, an isolate from Bolivia is in the tree right next to another isolate from the same country, 300 km from each other... hm. A mere coincidence? Oder ist da was los?

  • Pirahã, from Brazil, comes closest to Shom Peng (Austro-Asiatic, India) and some Iroquoian languages from the Canadian-US border. Pirahã remains completely alien. :(



Constructed languages:

  • Slovio is in the Slavic branch, where it should be, joining up with the former Serbocroatian languages and then with Czech.

  • Interlingua is closest to Latin, of course, which is connected to Italian and Romanian, and then with... surprise:

  • Esperanto and Ido. ;)

  • Lojban, having the languages Arabic, Chinese, English, Hindi, Russian and Spanish as sources, can be found in the Indo-European part of the tree as well, remotely connected to the Germanic languages and their Creoles.

  • Volapük, being composed of German, English and French vocabulary, appears to be the most remote English-based creole.

  • Klingon, completely a priori, is "related" not to Sumerian and/or Hungarian, but actually to: Tegali, Jola-Fonyi, Balanta and Papel, all Niger-Congo and thus from Africa.

  • Toki Pona, with its roots taken from all over the world, ends up in the tree very surprisingly close to:

  • Sindarin and Quenya ("Elvish")! The next-best language then is Guató (Macro-Gê, from Brazil).



And now to the three Caucasian language families:
South Caucasian (Georgian, Mingrelian, Laz and Svan) are at the rim of the Nilo-Saharan branch, i.e. seemingly isolated from the other Caucasian languages.
Northwest Caucasian (Abaza, Abkhaz, Ubykh, Kabardian and Adyghe) are on the same branch as Northeast Caucasian (Avar, Lezgi, Tsez, Chechen, etc.)!!! Damn! Why?! Loanwords? Maybe there is something like "North Caucasian" after all... I should check the data someday.

And that's all. Phew. Interesting stuff!
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Mar. 22nd, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

Rabenträume, Osterpläne, Baure

Letzte Nacht hab ich was komisches geträumt... ich lag in meinem Bett (im Traum), als ein dichter Schwarm Raben direkt an meinem Fenster vorbeiflog. Oder waren es Krähen? Ein kleiner Rabe (bzw. Krähe) stürzte daraufhin wohl versehentlich durch mein Schlafzimmerfenster, flog nervös umher und landete schließlich auf meinem linken Arm, als ich diesen ausstreckte. Ich wollte irgendwie schon immer einen Raben oder so etwas haben, ich mag diese Vögel, sie sind intelligent und erinnern einen an Personen, wenn sie so herumstehen oder laufen. Und es heißt, man kann manchen von ihnen Sprechen beibringen. Aha aha... Jedenfalls schien der kleine Rabe auf meinem Arm zutraulich und nicht böswillig. Also gab ich ihm ein halbes cremegefülltes Schokodings, das ich gerade dahatte. Er hat's mit seinem Schnabel aufgepickt, und nach einigem Herumgewurschtel (es blieb erst an seinem Schnabel kleben) auch wegschnabuliert. Ich hab ihn angeschaut und gefragt, ob's ihm geschmeckt hat, da hat er genickt. :)

Ach, das war süß! Ich glaube, nach Spatzen sind Raben meine Lieblingsvögel. Noch vor Pinguinen und Austernfischern (warum grad die? na weil sie immer so strohdoof aussehen!). Hab vorhin mal kurz im Internet recherchoren, was Raben bzw. Krähen im Traum angeeeeeeblich bedeuten. Die Deutung reichte von Übermittlung schlimmer Botschaften über den Tod eines nahen Verwandten und "von solchen umflattert werden oder diese sich auf einem niederlassen sehen: bedeutet Lebensgefahr" bishin zu "du wirst einem Armen Obdach gewähren und ihn verköstigen" oder "einen jungen Mann warnt dieses Traumsymbol vor dem Charme raffinierter Frauen" — vielleicht stimmen ja die letzten beiden Sätze auch? Ein böses Omen?

Weil:
Vorgestern haben sich joschiJohanna und ihre Freundin (nicht sitopanakiAnja) kurzerhand über Ostern bei mir Eingeladen. Johanna ist wieder aus Kamerun zurück und war jetzt 'ne Zeitlang irgendwo an der sächsisch-polnischen Grenze auf Missionsschule oder wie man das nennt, und jetzt wollten die beiden eben mal Leipzig besuchen. Eigentlich wollten sie heute schon kommen, aber irgendwie kam da was dazwischen und jetzt kommen sie eben morgen um 15:00 und bleiben wahrscheinlich bis Sonntag oder so. Mal schauen.

Heute hab ich mal viel geleistet an meiner Hausarbeit. Hab ziemlich viele glossierte Beispielsätze aus dem Zhuang und auch einige aus dem Thai angeführt. Und ich habe eine Karte aus dem WALS beigefügt, mmmmhmm! Es geht voran. Sind jetzt 13 Seiten etwa. War neulich ja im MPI, die Mappen fürs LSSLD falten, da hab ich Søren auch mal gefragt, ob er mir dieser Tage die ASJP-Bäume von Tai-Kadai, Sino-Tibetisch und allen beiden schicken könnte, damit ich auch ein bisschen Lexikostatistik in meine Arbeit einfließen lassen kann.

Außerdem hab ich gesehen, dass sie bei uns an der Uni nächstes Semester einen Strukturkurs über Baure anbieten! Das ist eine Arawaksprache aus Bolivien mit nur 13 Sprechern — wir werden also wahrscheinlich mehr Leute im Kurs sein als die Sprache Sprecher hat. Es sind Spanischkenntnisse erforderlich, auch wenn der Kurs wahrscheinlich auf Deutsch (oder Englisch?) sein wird. Werden die meinigen ausreichend sein? Hmm... jedenfalls ist Baure dahingehend interessant, als dass es eine VOS-Wortstellung hat und angeblich ein paar interessante phonologische Eigenheiten.

Ah, jetzt hab ich doch glatt vergessen, über das Konzert von den Squibs zu schreiben. Das hol ich noch nach! Mit Fotos! Ich muss mal mein LJ ein bisschen mit Fotos aufhübschen bzw. interessifizieren.

Als' dann, bis bald! Frohe Ostern! ^^
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Mar. 19th, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

EJUS, Georgian noses, LSSLD, Tsez and Co.

Do, dimanĉon la saksaj esperantistoj ja planis renkontiĝi en la "Verda Tomato" (Grüne Tomate) en Lepsiko. Mi ja eĉ invitis Helen (kies nomo ŝajne estu elparolata [hɛlˈeːn] anstataŭ [ˈhɛlən], kiel mi ĉiam pensis). Nu, kiam ni arivis ĉe la Verda Tomato, jam staris tie ulo, kiu laŭdire subite rekonis nin... nin? Helen ja estas tuta komencinto. Ne eblas, fakte. Ne gravas. Lia nomo estis Norman kaj li venis el Berlino, kion pruvas ankaŭ lia akĉento. Post kelkaj minutoj tiam arivis aliaj homoj, nome Gundel kaj poste ankaŭ Marcos kaj Uljana. Tiam sekvis Susett, kiun mi konis sub la nomo Sunjo de BookScout. Ĉar la Verda Tomato malfermiĝis, ni serĉis alian lokon – do ni prenis la Ständige Vertretung je la alia flanko de l' strato. Post la konigrondo alvenis kun sia filineto Alida kaj Michael, kiun mi jam vidis ĉe la Sprachenabend en Lepsiko. Michael eĉ estas denaskulo. Ni parolis pri la futoro de la Esperanto-Junularo Saksia (EJUS), kaj ĉar Normal kaj Gundel – la malnovaj estraro – estis jam tro maljuna (super 27), ni elektis novan estraron. Do... Susett nun estas la nova presidanto de la Esperanto-Junularo Saksia, kaj mi estas la vicprezidanto, do, la anstataŭanto. Susett nun devas reguligi kelkajn aĵojn pri la financoj kaj aliaj aferoj... jes. Nu, eble en la estonteco, ni organizos ion ajn.

So yes, I'm the vice president of the Saxon Esperanto Youth now. On the bus home, some people entered the bus, seemingly a foreign family: an older woman, a small child, a guy and a girl, both about 17 or 18, I guess. One look at the girl's nose and I immediately knew they were Georgian! I listened to them talk for a while, and when I indeed noticed ejective consonants, I asked away if they spoke Georgian, and lo and behold — they did! Amazing. However, this time I wasn't involved in a conversation or offered a drink. What a pity! ;)

Yesterday we – the organizers of the Leipzig Spring School on Linguistic Diversity (LSSLD) – met at the GWZ to discuss the plans. I inscribed for occupying the office (i.e., our FaRaLing room) during the lunch and afternoon breaks in the second week (as I will be in Göttingen the first week), and to chair (is that the right word?) the lectures of Balthasar Bickel and Søren Wichmann, the latter of which will talk about lexicostatistical approaches (aka our ASJP project) anyway. I also plan to visit David Gil's courses on language oddities and Pirahã.
Afterwards I went to work. As I finished segmenting the Tsez audio files and Sven is currently busy with another project, I began to take up my original task again: Interlineary glossing! Whee! I'm somewhat happy to be able to do that again... The current tale's name is odd: "Бовн бовнчIей, зовн зошнчIей, бесурозā атIес рилIини рацIхо" (Bown bownčʼey, zown zownčʼey, besurozā atʼes riƛini racʼxo), which I couldn't fully translate. It's something like "To marry or not to marry, to be or not to be, the fishes ate all the grain" or something like that. Very odd. It's about marriage again, and of course there's the Khan again...

Today I'll go to a concert with Melanie, René(?), Birgit, Patrick(?) and Lisa: The Squibs! I'm looking forward to that. But not to the other bands on the concert. And I finally have to get around to write my Zhuang paper, dammit! I got 5 or 6 pages by now. Hm...

And just as yesterday, it's hailing again, outside. Funny weather, yesterday it snowed, hailed and the sun shined as well. I'll dedicate my next entry to The Squibs' concert and/or André Meinunger's book "Sick of Sick?", which I have finished now.

Mar. 16th, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

Leipziger Buchmesse 2008

Heute:
Und heute bin ich dann zur Leipziger Buchmesse gegangen, hab mich dort mit Helen getroffen und bin mit ihr "um die Stände gezogen". War doch recht interessant, diesmal. Ganz furchtbar nervig waren die Trillionen, Oktilliarden und Abergoogolplexe, ach was sag ich – DUTZENDE!!! – von Mangafans und vor allem -fanninnen, die als (Holla die) Waldfee und lesbische Robotermutantenkatzenmädchen vom Planeten Heinz verklitten und geschmunken waren. Mit ca. 50 cm breiten Pappschwertern, rosa Plastehaaren, Schaumstoffschulterpolstern und Plüschbestien mit 3-förmigen Mäulern. Dazu kam, dass sie offenbar allesamt pseudo-fernöstliche Namen trugen, wie Angel oder Toshiyo. Stephanie, Karolin oder Hendrik ist offenbar nicht kawaii genug. Naja. Dank Helens und meinem leider nur marginal vorhandenen Orientierungssinnen, sind wir dann auch ca. 15 Minuten lang durch die Manga-Hölle, äh, -Halle gewandert, auf der Suche nach einem Ausgang. Wir müssen bestimmt unglaublich aufgefallen sein, mit unseren Jeans und unpastellenen Haaren, und weil wir nicht kreischend zwischen den Buden hinundherbouncten. Schlümm schlümm... wie im Fülm. Cosplay wider Willen.

Naja. Buchmesse! Hatte auch schöne Seiten. Die Bücher... haha! Hm. Also Helen hatte gottseidank alles schon ausgekundschaftet und so haben wir einfach die ganzen tollen Stände nochmal abgeklappert. Harrasowitz zum Beispiel, die verkaufen wissenschaftliche Bücher, v.A. anscheinend über alte Sprachen und alte Literatur. Da blieb ich erstmal kleben und staunte nicht schlecht über ein Buch mit alten akkadischen (oder sumerischen?) Texten, eins übers Ugaritische, ein Wörterbuch des Altarabischen, ein Buch über Turksprachen, bei der Frau Pakendorf und Sakha sogar auf dem Einband standen, und – ganz besonders toll! – einem kleinen Hieroglyphenlexikon, zu dem sämtliche ägyptische Hieroglyphen nach der Gardiner-Sortierung mit ihren Aussprachen und sogar einigen Wörtern versehen waren, die sie als Determinativa benutzten. Das hätte ich zu gerne gekauft! Leider wird erst morgen verkauft und gerade dieses Buch war ein Privatexemplar. Schade! Aber 29 € ist auch ein Schweinegeld für so ein kleines Schwärtchen. Ich kontemplatiere noch über die Akquisition desselben.

Am Stand der Uni Leipzig trafen wir dann einige weitere interessante Bücher und Kathi S. (nein, nicht Stutz), die mit mir ASW studiert, und die ich in dem völlig fremden Umfeld auch für einige Minutenbruchteile erstmal nicht erkannt hatte. An einem weiteren Stand der Uni Jena hab ich mir ein Prospekt mitgenommen, denn ich spiele mit dem Gedanken, mir zu überlegen, die Idee in Betracht zu ziehen, nach dem ASW/Sinologie-Studium eventuell unter Umständen, wenn ich zu viel Geld habe, in Jena noch Kaukasiologie zu studieren... aber das ist wirklich nuuuuuuuur so ein Gedanke. Erstmal so weit kommen, hah! Irgendwo hab ich dann noch ein kleines, putziges Geraeäeäaäer Wörterbuch... will sagen, ein Wörterbüchlein der Mundart aus Gera entdeckt, dass zwar leider nicht zum Verkauf stand, mir dann aber von den Nicht-Verkäufern (Budisten? Standesbeamten? der ständischen Bevölkerung?) geschenkt wurde. Wie toll! Da hab'sch misch abbor gefreut! Das ist damit jetzt Wörterbuch #246 in meiner Sammlung und steht jetzt im Regal zwischen "Deutsch-Latein" und meinem "Sachsen Dictionary".

Nach unserer Odyssey durch Animistan und Mangagrad kamen wir übrigens auch an Bruce Darnell vorbei... da Bruce!!! Das war so lustig, der war irgendwie Sondergast eines Standes und hat dann dort autographiert oder gepost oder schlecht Deutsch gesprochen, oder was der halt immer so macht. Hah, lustig lustig, hab den leibhaftigen Bruce gesehen... echt, das ist der Wahrheit! =)
Aber wen mal da so alles trifft, auf dieser Buchmesse, krassomat! Nicht nur die Kathi, sondern später auch noch die Franz (war das ihr Spitzname?), die immer mal mit auf den StuTSen war, Hans-Jörg Bibiko vom MPI, besagten Bruce (da Bruce!!!), dann noch Marcos und Uljana, das Fräulein Herrmann aus Sinologie, Helen traf zwei Bekannte von sich, und auf der Heimreise sah ich dann noch den, äh, Knappen von William of Smizzleminster — wahrscheinlich weiß nur inselLaura, von wem ich spreche, ich weiß seinen Namen leider nicht, und außerdem noch Julia Cissewski aus dem MPI. Naja. Da war wahrscheinlich auch die halbe Stadt und ein Viertel Deutschlands. Kein Wunder also.

Das Tolle kam aber zum Schluss – Ariane jetzt bitte nicht mehr weiterlesen! – der Wikipedia-Vortrag von [[Benutzer:Conny]], wo ich auch Marcos und Uljana traf. Fand ich sehr schön gemacht, auch dass er Wikipedia gleich in Aktion zeigte und die wichtigen Eigenschaften und den Aufbau einer Seite gleich online demonstrierte. Dabei tauchte zufällig auch der neue Artikel über Bona Espero auf, kommentiert von Conny mit den Worten "Oder hier, zwee spanische Wörter...", hihi. Marcos, Uljana und mir fiel sofort der Esperantobezug auf. Nungut. Aufgrund seines Dialektes hab ich versucht, in alter Higgins-Manier, den Vortragenden dialektisch einzuordnen. Er sagte "ni", "jetze", "drinne", was für mich sehr eindeutig nach Dresden klang. Ich war mir sehr sicher! Durch eingehende Recherchen fand ich raus, dass er wohl aus Sebnitz zu kommen schien. Mist! Vertan... allerdings nur um knappe 22 km.


Nunja, war ein netter Tag. Schade, dass ich [info]joschi und [info]sitopanaki nicht getroffen habe.

P.S.: Die Bilder sehen immer noch komisch aus, aber ich werd mal demnächst das Design überdenken. Wer hier unten auf link klickt, kann die Bilder mehr oder weniger schön eingepasst sehen. Ich weiß leider nicht, wie man einen kleinen Sicherheitsabstand zwischen Text und Bild lässt. Ach ist das alles kompliziert! Fohrschbar!
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Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

Gestern, (heute), morgen...

Gestern:
Ich habe gestern die Zugtickets fürs sub_18 in Göttingen geholt, 172 € insgesamt musste ich hinblättern, aber an sich ist das gar nicht so viel, da wir auf der Hinfahrt ja (wie einst beschrieben) zu sechst und auf der Rückfahrt zu siebent sind. Das sind also pro Person hinzu 16,45 € und rückzu 10,57 €. Das macht praktischerweise zusammen 27,02 € für die 6 Hin- und Herfahrer, die 2 Cent sind geschenkt und es ist 'ne halbwegs runde Summe. Nur mit Liesa Marie muss ich dann 'n bisschen mauscheln, aber das wird gehen. Ein guter Preis, wie ich finde! Da haben uns die Bahnmenschen gut beraten! Beim Warten vorm Schalter hab ich auch noch Joseph F. getroffen.

Dann bin ich kurz ins MPI um meinen am Vortag vergessenen Pudding zu essen und mir ein paar Dateien heimzumailen und hab mich dann mit Ariane getroffen, denn... tadaa — der Herr Meinunger wollte ja seinen Vortrag halten und das Buch (Meinunger, André. 2008. "Sick of Sick? – Ein Streifzug durch die Sprache als Antwort auf den »Zwiebelfisch«" Kulturverlag Kadmos, Berlin. ISBN 3-86599-047-9) verkaufen. Wir waren viel zu früh da, aber war nicht schlimm. Herr Meinunger hat sich schon für meine gute Kritik im Vorfeld (um mal einen syntaktischen Begriff schändlich für weltliche Zwecke zu missbrauchen) bedankt. Naja, ich hab das Buch wohl auch mit der größten Vorfreude erwartet. ;) — es kamen dann auch einige Leute... Helena, Jürgen, Judith, Julia, Anja, Joha, Herr Trommer, Herr Müller sr., usw.
Der Vortrag war toll, es hat alles Sinn gemacht(!), und das Publikum fand's auch schön, hatte ich den Eindruck. War auch manchmal lustig, nicht nur die Passagen aus seinem Buch. Herr Meinunger hatte den "Fehler" begangen, bei eher größeren Verlagen nachzufragen, die sich aber alle nicht gerne gegen seine Obrigkeit, gnä' Bastian Sick, stellen wollten, und daher ablehnten. Deswegen war's eine gute Idee, mal bei einem etwas kleineren, aufstrebendem Verlag nachzufragen (Vormerken, wenn ich mal was veröffentlichen will!).
Hinterher gab's die ersten Exemplare dann zum Kauf, zum Freundschaftspreis für nur 10 € (Normalpreis wohl 12,95 € oder so), die dann auch vom Autor signoren wurden. Endlich eine Waffe in der Hand, gegen die ganzen Sick-Anhänger... hab's schon zur Hälfte durch, morgen oder übermorgen bin ich bestimmt fertig, dann gibt's 'ne kleine Rezension! ;)
Oh, und Jürgen hat mir seine alte Plasmakugel geschonken... sagt man das so? Also Plasmakugel? Das Ding, dass es früher immer bei "Kopfball" (mit Ranga Yogeshwar) auf dem ARD zu gewinnen gab.

Morgen:
Wer das "Heute" noch sucht: Ich habe mich grad entschieden, das in 'nen eigenen Eintrag zu packen, da der hier sonst zu lang wird.
Morgen jedenfalls geht's in die "Grüne Tomate", da wird über den Fortbestand der Sächsischen Esperantojugend diskutoren. Na mal sehen, wie das wird...
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Mar. 14th, 2008

Wummel-Knuffel, O RLY?, Bernd das Brot

Phrançais Fonétique

[ɑ̃kɔʀ yn fwa se tʀɛ taʀ isi, mɛ dəmɛ̃ ʒə nɛ pa bəzwɛ̃ də mə ləve tɑ̃ to. il mə fo ale a lɛ̃stity kɑ̃ mɛm puʀ mɑ̃ʒe lə pudiŋ ləkɛl ʒɛ ublije syʀ laʀmwaʀ dɑ̃ mɔ̃ byʀo. e osi puʀ ɑ̃vwaje œ̃ kuʀje elɛktʀɔnik avɛk le fiʃje daɛsʒepe. se paʀs kə oʒuʀdɥi ʒɛ pʀepaʀe kɛlkə list de lɑ̃ɡ øʀɔpeɛn puʀ nɔtʀ pʀɔʒɛ. ʒə vɛ lezɑ̃vwaje a zøʀən ɑ̃sɑ̃bl avɛk la list dy sɛ̃mbʀ lakɛl a fɛ hɛlən puʀ mwa (u nu). apʀɛ səla il mə fotaʃte le bijɛ puʀ lə tʀɛ̃ a ɡœtiŋɡ. e a sɛtœʀ lə kɔ̃feʀɑ̃s dandʁeː maɪ̯nʊŋɐ va a kɔmɑ̃se. ʒɛ dəmɑ̃de aʁiaːnə, jʏɐ̯ɡən, luiːzə e osi juːliaː, ʒə pɑ̃s, sil vœl vəniʀ osi. wi, se tu. kɔm si kɔm sa. ʒaləmandʀinbœfdəbʀɛs.

ɝːm, pʰɑːɻdn̩ maɪ̯ fɻɛnʧ... naχt!]
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