Durch Zufall bekam ich das Buch "Geistersuche" des Englischen Pseudo-Geisterjägers Simon Marsden in duie Finger und las es mit großem Amüsement. Dieser Mann ist, nicht nur was seine Schriftstellerischen Talente angeht, sondern auch auf dem Gebiet der Auswahl seiner Geschichten und im Parapsychologischen Gebiet, eine absolute Vollniete. Ich bin nun wahrlich kein Experte in solchen Dingen, aber so etwas würde ich auch fertig bringen.
Auf den hundertachundzwanzig Seiten dieses Bildbandes, dessen Photos völlig unspektakulär und nur aufgrund der Schwarzweißabbildung überhaupt tauglich sind, schafft er es die belanglosesten oder uninteressantesten Spukorte in Irland, England, Frankreich, Deutschland und Rumänien zusammenzustellen. Dabei lässt er weltbekannte Stellen, wie Wolfsegg in der Oberpfalz völlig aus und berichtet stattdessen von Häusern oder Burgen in welchen sich viele Leute "unbehaglich fühlen". Soweit ich weiß Spukt es dann auch am Busbahnhof, im Keplergymnasium, in unserem Waschkeller und an sämtlichen Flughäfen der Welt. Nebenbei besichtigt er noch die Burg Frankenstein und versucht sie vergeblich mit Mary Shellys Roman in Verbindung zu bringen. Ein ziemlich aussichtsloses unterfangen, da sie zwar diese Brug besucht hatte, aber lediglich den Namen für ihren Roman"helden" verwendete und sonst nichts. Anständig spukten tut es dort auch nicht, nur die aufgewärmte Geschichte des Drachentöters kann er noch servieren.
In Transylvanien betritt er dann die ausgetretenen Touristenpfade auf der Suche nach dem Grafen Dracula, zeigt sich fürchterlich erstaunt und bis ins Mark erschüttert, als er feststellt, dass es ihn wircklich gab und seiert irgendwas von seinen fürchterlichen Reiseabenteuern. Ich habe erst neulich von einer Pauschalreise nach Rumänien gelesen, wo man das ganze mit dem Bus besichtigen kann.
Hinzu kommt noch, dass der Autor für seinen Job vollkommen ungeeignet zu sein scheint. Jeden Ort den er besucht und jedes Spuckhaus verlässt er am Schulss mit einem tiefen Gefühl von Grauen fluchtartig. Anstatt Fragen zur weiteren Geschichte zu stellen, will er den Ort immer "so schnell wie möglich verlassen" Kein Mensch, der so ein Buch schreibt kann doch so feige sein! Am hellichten Tag mit tausenden von Touristen irgendwas besichtigen und dann durchbrennen, sobald jemand etwas interessantes erzählt.
Naja, ich fürchte er schreibt dies eigentlich nur, weil er nicht zugeben wollte, dass er den Ausführugen des jeweiligen Fremdenführers nicht richtig zugehört hatte und nun den Rest nicht mehr wusste als er es aufschreiben wollte.
Alles in Allem: Finger weg von diesem Buch. Gut, dass ich's nur aus der Leihbibliothek habe.
Auf den hundertachundzwanzig Seiten dieses Bildbandes, dessen Photos völlig unspektakulär und nur aufgrund der Schwarzweißabbildung überhaupt tauglich sind, schafft er es die belanglosesten oder uninteressantesten Spukorte in Irland, England, Frankreich, Deutschland und Rumänien zusammenzustellen. Dabei lässt er weltbekannte Stellen, wie Wolfsegg in der Oberpfalz völlig aus und berichtet stattdessen von Häusern oder Burgen in welchen sich viele Leute "unbehaglich fühlen". Soweit ich weiß Spukt es dann auch am Busbahnhof, im Keplergymnasium, in unserem Waschkeller und an sämtlichen Flughäfen der Welt. Nebenbei besichtigt er noch die Burg Frankenstein und versucht sie vergeblich mit Mary Shellys Roman in Verbindung zu bringen. Ein ziemlich aussichtsloses unterfangen, da sie zwar diese Brug besucht hatte, aber lediglich den Namen für ihren Roman"helden" verwendete und sonst nichts. Anständig spukten tut es dort auch nicht, nur die aufgewärmte Geschichte des Drachentöters kann er noch servieren.
In Transylvanien betritt er dann die ausgetretenen Touristenpfade auf der Suche nach dem Grafen Dracula, zeigt sich fürchterlich erstaunt und bis ins Mark erschüttert, als er feststellt, dass es ihn wircklich gab und seiert irgendwas von seinen fürchterlichen Reiseabenteuern. Ich habe erst neulich von einer Pauschalreise nach Rumänien gelesen, wo man das ganze mit dem Bus besichtigen kann.
Hinzu kommt noch, dass der Autor für seinen Job vollkommen ungeeignet zu sein scheint. Jeden Ort den er besucht und jedes Spuckhaus verlässt er am Schulss mit einem tiefen Gefühl von Grauen fluchtartig. Anstatt Fragen zur weiteren Geschichte zu stellen, will er den Ort immer "so schnell wie möglich verlassen" Kein Mensch, der so ein Buch schreibt kann doch so feige sein! Am hellichten Tag mit tausenden von Touristen irgendwas besichtigen und dann durchbrennen, sobald jemand etwas interessantes erzählt.
Naja, ich fürchte er schreibt dies eigentlich nur, weil er nicht zugeben wollte, dass er den Ausführugen des jeweiligen Fremdenführers nicht richtig zugehört hatte und nun den Rest nicht mehr wusste als er es aufschreiben wollte.
Alles in Allem: Finger weg von diesem Buch. Gut, dass ich's nur aus der Leihbibliothek habe.
Current Mood:
amused
Current Music: Potentia Animi - Me Novarem
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