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Felix M. Hummel
10 October 2008 @ 08:22 pm
Wozu brauchen wir eigentlich eine Verfassung...  
...wenn sie sowieso niemand benutzt. Politiker halten sich nicht daran, sondern empfinden sie als eine stöhrende Barriere. Sie loten aus, wie weit sie sie ohne Aufschrei der Massen biegen und brechen können, anstatt sie zu achten. Wieso ist es nicht mehr möglich mit demokratischen Wahlen demokratische Politiker zu wählen?

Heute habe ich meine Steueridentifikationsnummer bekommen. 1983 hat man die Einführung einer ähnlichen Nummer zwar verfassungsrechtlich für illegal erklärt, aber he! heute sagt das Bundesverfassungsgericht, dass so was ganz in Ordnung ist. Was soll ich mir noch Sorgen machen, wenn unsere Staatsorgane so wunderbar widerspruchsfrei funktionieren? Manchmal könnte man wirklich vor Wut kotzen.
Wie man sich wehren kann, schreibt die Humanistische Union: http://www.humanistische-union.de/themen/datenschutz/steuer_id/detail/back/steuer-id/article/die-steuerid-im-briefkasten-so-koennen-sie-sich-wehren/
Ich schicke meinen Protestbrief morgen ab.
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Current Mood: aggravated
 
 
Felix M. Hummel
09 October 2008 @ 12:56 pm
Aus Fehlern lernt man Ignoranz - Zum stilvollen Neuanfang der CSU  
Wozu gehen wir eigentlich zur Wahl, wenn man damit die Dinge eigentlich noch schlimmer macht? Statt der monarchistischen, repressiven und arroganten CSU-Herrschaft, bekommen wir eine Koalition aus CSU und FDP. In Zukunft haben wir also nicht nur Überwachung und staatliche Willkür, sondern auch noch eine Bevorteilung der Vielverdiener und einen keoliberalen Kurs. Statt der unüberlegten, aber aufgrund von allgemeiner Beschränktheit ehrlichen Aussprüche Becksteins, bekommen wir die aalglatten, berechnenden, kleinen Heucheleien Seehofers. Großartig, dass man durch seine Stimme so viel bewegen kann, net wahr?

Wie man vielleicht gehört hat, hat die CSU ja auch bereits aus ihrem Wahldebakel gelernt und ihren Fehler eingesehen: Das Rauchverbot! Ja, genau das muss es sein. Nicht das Allgemeine Ignorieren der Wünsche der Bürger, nicht das Versammlungsverbot, nicht die illegalen Polizeiaktionen, nicht das Transrapid-Lustspiel, nicht ihre Unglaubwürdigkeit, ihre Schnappsideen zum Schulsystem und ihr scheinbarer Hass auf alle unter 35 waren es.
Das strenge Rauchverbot soll so schnell wie möglich "gelockert" werden heißt es da... Gelockert kann natürlich nichts anderes heißen als aufgehoben.
Dass mittlerweile die Mehrheit der bayrischen Bürger Nichtraucher sind, braucht sie ja nicht zu stören. Dass es das einzige sinnvolle Gesetz war, welches sie seit Jahren fabriziert haben auch nicht. Die Bürger hätten es als "Eingriff in den Grundsatz Leben und Leben lassen" gesehen, schwadroniert Seehofer. Aha, also müssen die Nichtraucher in Zukunft wieder akzeptieren, dass ihnen andere Leute die Gesundheit ruinieren. Fehlt nur noch das Argument, dass die ja zu Hause bleiben können.
Fest steht, die schönen Zeiten zu welchen man ohne Tränen in den Augen eine Kneipe betreten hat können und zu welchen man die am Abend getragen Kleidung noch einmal anziehen, oder zumindest im selben Raum lagern konnte, sind bald wieder vorbei.

Danke liebe CSU ihr wisst wirklich, wie man eine neue Legislaturperiode erfolgreich beginnt und sich so richtig an den bösen Wählern rächt. Ich schreibe jetzt nichts mehr, weil mir nur noch Kraftausdrücke einfallen.
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Current Mood: nauseated
 
 
Felix M. Hummel
06 October 2008 @ 08:41 pm
Niemand mag Scientology  
In dem ebenso guten wie verbugten Computerrollenspiel "Vampire The Masquerade - Bloodlines" findet man in einem Internetcafé in Hollywood einen Computer mit einer Datenbank in welcher man Gerüchte und Lebensgeschichten von fiktiven Schauspielern ansehen kann. Ein Eintrag daraus lautet wie folgt:

"Revolta, Jim:
-Contnets removed due to request by the Church of Scientology"
 
 
Felix M. Hummel
24 September 2008 @ 08:48 pm
All in a day's work...  
Ein interessanter Fund in meinem Briefkasten brachte mich heute dazu diese Mail zu schreiben:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich benutze seit einiger Zeit die YYY Anti-Virus Free Edition auf meinem Privatcomputer und bin alles in allem recht zufrieden damit. Dennoch war ich relativ erstaunt, als ich heute Morgen in meinem Briefkasten eine Postwurfsendung fand, die augenscheinlich von Ihrer Firma stammte.
Der zweite Blick zeigte dann jedoch, dass es sich um eine „Aufforderung zum Gewinnabruf“ des „Büros XXX“ Postfach XXX, XXX Wien handelte, welche ganz bestimmt nichts mit Internet-Sicherheit am Hut hatte. Das Logo auf dem Umschlag und dem darin enthaltenen Schreiben war jedoch fast vollkommen identisch mit jenem Ihrer Firma. Um genau zu sein handelt es sich um das selbe vierfach geteilte Quadrat mit exakt dem selben Schattenwurf zwischen den Feldern, nur dass im Fall des „Büros XXX“ die Kanten glatt abgeschnitten sind.
Ich habe mich also entschlossen Sie zu kontaktieren und Scans der Postwurfsendung in den Anhang zu packen, weil ich glaube, dass jenes „Büros XXX“ ihr Logo, an welchem Sie schließlich die Rechte besitzen, auf sehr plumpe Art und Weise kopiert hat um damit unseriöse Geschäfte zu betreiben.

Hochachtungsvoll,
Felix Hummel

Anhang: BFG1.jpg BFG2.jpg BFG3.jpg BFG4.jpg"

Schon einige Stunden später die Antwort darauf:

"Sehr geehrter Herr Hummel,

herzlichen Dank für Ihre Mitteilung und für die Mühe,
die Sie sich gemacht haben. Wir können Ihnen natürlich
nur zustimmen und haben Ihre Email an den Hersteller
AVG Technologies weiter geleitet.

Als Dankeschön würden wir Ihnen in den nächsten Tagen
gern ein Päckchen mit einer kleinen Überraschung senden,
brauchen dafür aber natürlich Ihre Postanschrift, wenn
Sie möchten.

Mit freundlichen Grüssen
Frau YYY
-vertrieb-"

Irgendwie bin ich mit mir zufrieden, kommt ja nur selten vor. Morgen schreibe ich dafür einen Bösen Brief an die JU Schirmitz, darüber was ich von Killerministerpräsident Beckstein halte, da sie mir schon wieder einen so dummen Wisch geschickt haben.
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Current Mood: calm
 
 
Felix M. Hummel
22 September 2008 @ 01:56 pm
Webseiten Update  
Habe meine Webseite (nagend.maclenet.com) etwas überarbeitet.
 
 
Felix M. Hummel
22 September 2008 @ 01:27 pm
Haruki Murakami - Der Autor mit dem gewissen "Hä?"  
Ich habe sehr, sehr lange gebraucht um die Kurzgeschichtensammlung "Blind Willow, Sleeping Woman" des japanischen Autors Haruki Murakami zu lesen, da ich viele Bücher für die Uni durcharbeiten musste. Jetzt, nachdem ich auch die letzte Geschichte gelesen habe, kann ich endlich eine Aussage zu diesem Buch treffen.
Sie lautet "Hä?". Ein sehr positives "Hä?" auf hohem Niveau. Ich glaube das muss ich etwas näher erklären.
Keine seiner Geschichten scheint auf den ersten Blick Sinn zu machen, dennoch verschlingt man sie, da er über einen hervorragenden Wortschatz verfügt, beschwingt aber auch träge schreiben kann und Metaphern verwendet, die gleichsam so treffend und so weit hergeholt erscheinen, dass ich keinen zweiten Autoren nennen kann, der so etwas schaffen würde. Eine leichte Seebriese gleich auf der ersten Seite als aufplatzende Frucht bezeichnet, deren Fleisch reisst und ihre Samen wie "gentle buckshot" -also zarter Postenschrot (Schrotkörner mit Durchmesser über 4mm)- beschrieben.
Gleichzeitig sind in jeder Geschichte tausende von Anspielungen, Verknüpfungen und Allegorien -teilweise auf die Geschichte oder deren Nebenhandlung selbst- zu erkennen, die alle für sich genommen oft keinen Sinn zu machen scheinen. Fasst man sie zusammen, kommt man allerdings auch auf keinen grünen Zweig. Man merkt, dass vermutlich alles vom Autoren eingebaut wurde, nur um den Leser zum Nachdenken zu animieren, sei es das komplette Fehlen der Phantasie des Zeichners Toni Takitani, die Widerwärtigkeit der aufgedunsenen, blinden Krähen, die über den Geschmack der Kuchen der Firma "Sharpie" entscheiden, oder Absurdität eines sprechenden Affen, welcher, kleptomanisch veranlagt wie er ist, Leuten die Namen stiehlt. Jede Geschichte scheint aus Ideen, vielleicht sogar aus Träumen des Autors zu bestehen, die er in eine Geschichte verarbeiten musste, ohne dabei darauf zu achten, ob er damit wirklich zu einem Ende kommen könnte.
Nach jeder seiner Kurzgeschichte die man ließt, fühlt man sich auf irgendeine seltsame Art alleingelassen, verloren als wäre man vom Schreiber mit einem Fußtritt in eine Welt geschleudert worden, deren Gesetze er erfunden hat, aber genausowenig versteht. Verzweifelt versucht man Anfangs noch das Kneuel der Metapher zu entwirren, bis man zu dem Schluss kommt, einfach darüber nachzudenken, ohne ein großes Ziel zu erwarten.
Die Geschichte "Tony Takitani" wurde anscheinend verfilmt, denn ich kann mich entfernt erinnern vor Jahren einmal das Ende gesehen zu haben.
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Felix M. Hummel
17 September 2008 @ 10:54 am
Willkommen im Polizeistaat!  
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1595306_Razzia-um-fuenf-Uhr-frueh.html

Darf ich mich nun als Mitglied jener Partei als politisch Verfolgten ansehen? Dürfte ich damit Asyl beantragen? Aber wo, denn schließlich arbeiten Politiker weltweit daran, dass ihre Bürger die Fresse halten. Glanzleistung, Herr Beckstein! Sie sind wirklich ein Vorreiter.
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Felix M. Hummel
09 September 2008 @ 08:35 pm
Na endlich.  
Morgen schalten sie den LHC an. Jeder wusste, dass es irgendwann so weit kommen würde, jeder war sich klar darüber, dass sich irgendwann die aufgestaute Wut der Schweizer entladen und die Welt in Stücke sprengen würde. Ich hoffe wir leben alle noch so lange, dass ich das Mittagessen, zu welchem uns die Stadt Gerolzhofen wegen der Ausgrabung eingeladen hat, essen kann.
 
 
Felix M. Hummel
07 September 2008 @ 06:53 pm
Nazitreff in Bischberg?  
Bischberg, der Ort vor Bamberg in welchem ich zu Studienzwecken recht angenehm wohne, ist mir, von seiner lauten Hauptstraße und dem 3-Uhr-Morgens-Mofawahnsinnigen einmal abgesehen, immer sehr beschaulich vorgekommen. Aber in letzter Zeit gab es einige Ereignisse, die mir einen kalten Schauer den Buckel herunterlaufen ließen: Mitten in der Nacht gröhlen Leute -lange nach der Fußball-EM, wo das öfter vorkam- die falsche Strophe des Deutschlandliedes, Glatzen drücken sich in der Gegend herum, eine solche fuhr auch einen auswertigen Wagen, dessen Kennzeichen mit WS-1942 endete. Und gerade steht ein braunlackierter Kastenwagen auf meinem Stammparkplatz. An den Seitentüren und der Motorhaube befindet sich eine weiße Palme aufgepinselt, deren Stamm ein winziges, kaum sichtbares Balkenkreuz ziert. Ich weiß nicht, aber diese offensichtliche Anspielung auf das Afrikakorps muss doch sicher schon als verfassungsfeindliches Symbol gelten...
 
 
Felix M. Hummel
06 September 2008 @ 11:27 am
Europa Universalis III - Universelle Untergangsszenarien  
Die Ausgrabung ist fast zuende, meine Finger schwielig, alle Hausarbeiten so gut wie fertig -ich habe ja dann noch einen Monat- und ich kann mich dennoch nicht durchringen mir die PS3 zu kaufen. Ebensowenig wie ich mich durchringen kann heute meine letzte Hasuarbeit zu beenden.
Da ich dennoch etwas Verwirrung -so ähnlich wie Zerstreuung, nur komplexer und langwieriger- benötigte, habe in "Europa Universalis III" investiert, welches trotz seiner Grafik von Vorvorgestern allgemein gute Bewertungen bekommen hat. In welchem anderen Spiel kann man schon einmal jede Weltnation und Hinterwäldlerprovinz von 1453 bis 1789 regieren? Ob man das will ist natürlich eine Frage, die man sich vor dem Kauf stellen sollte. Bei mir hies die Antwort klipp und klar: Ja!
Ich konnte es nicht erwarten, mein bayrisches Weltreich zu errichten, ignorierte den kleinen Totenkopf neben dem Schwierigkeitsgrad und startete mit dem Herzogtum Bayern. Zwei Spielzeittage später marschierte Ansbach vom Nordwesten her in mein Schwaben ein. Schnell ehob ich Kriegssteuern, nahm ein Darlehen auf und rekrutierte eine Landsknechtarmee, mit welcher ich die Ansbacher über die Grenze warf, nachrückte und ihre Stadt belagerte. Österreich hatte mir aufgrund eines Bündnisses mit meinen Angreifern ebenso den Krieg erklärt und rückte nun vom Süden her ein. Als Ansbach um Gnade flehte, schloss ich also Frieden, da Österreich mir solchen verwehrte. Dies fürhte jedoch nicht zum erhofften Waffenstillstand mit den Ösis, sondern verhinderte nur dass ich Ansbach einnehmen konnte. Österreich schlug mich inzwischen kurz und klein, doch statt mein ganzes Land zu erobern, konnte ich durch das Abtreten von Niederbayern den Krieg beenden.
Einige Spieljahre später hatte ich es bereits geschafft Württemberg als Vasallen zu bekommen, da bekam Ansbach schon wieder einen Groll gegen mich und marschierte erneut samt Österreich ein, während sich die Schweinz und Sachsen über meinen Vasallen hermachten. Obwohl ich eine Garantie über dessen territoriale Integrität ausgesprochen hatte, hatte ich keinen Kriegsgrund gegen die beiden Aggressoren - vielleicht ein Bug im Spiel. So litt mein Ansehen stark, als meine Truppen bis nach Schwyz abgedrängt und dort in weitere Kampfhandlungen verwickelt wurden. Mit 27% Inflation und nur noch 500 von einst 5000 Soldaten schloss ich erneut Frieden mit Österreich indem ich alle meine zukünftigen Ansprüche auf Niederbayern aufgab. Eigentlich hätte mir das relativ starke Pommern beistehen müssen, aber die Truppen kamen nie an. Wahrscheinlich hat ihnen Sachsen das Durchmarschrecht verweigert. Alles in allem zeigt sich jedoch, wie schwierig es ist sein Land völlig zu Grunde zu richten. Denn auch mit der angespannten Finanzlage bin ich wieder auf dem weg der Besserung, hoffe Pommern zum Vasallen zu bekommen und später zu annektieren. Damit kann ich dann Lübeck einnehmen und ein Handelszentrum für mich beanspruchen. Von da aus geht es weiter nach Bremen, Rotterdam, Caen... das wird noch!
 
 
Felix M. Hummel
19 July 2008 @ 11:05 am
Wie ein Scheunentor: Die geistige Annäherung von CSU und NPD  
In Bayern brauchen wir uns eigentlich überhaupt keine Sorgen mehr um die NPD zu machen. Nicht etwa, weil unsere grandiose Landesregierung keine Mühen schäut um gegen sie vorzugehen, sondern weil die CSU ihnen ein behagliches Bett schafft. Ich weiß nicht mehr wer es vor einiger Zeit war, der sagte dass es rechts der CDU/CSU keine Partei geben dürfe, aber man hat sich diesen Vorschlag zu Herzen genommen: Die CSU hat einen solchen Satz nach Rechtsaußen gemacht, dass jede noch so grenzdebile Faschoglatze sie mit gutem Gewissen wählen könnte. Man sehe sich nur einmal ihren Status Quo an: Autokratische Politiker, denen die Verfassung ein Dorn im Auge ist, die Demonstrationen verbieten, die Meinungsfreiheit im Internet kontrollieren wollen und ständig gegen kriminelle Auslände wettern. Gut, im Antisemitismus sind sie noch nicht so richtig drinnen, aber den lässt die NPD ja auch nicht so offen raushängen.

An dieser Stelle sollte auffallen, dass in unseren Gesetzen eine Lücke so groß wie ein Scheunentor klafft: Der Bruch der Verfassung ist straffrei. Politiker können, ohne irgendwelche Konsequenzen fürchten zu müssen Gesetze erlassen, die offen dem Wortlaut des Grundgesetzes oder der Landesverfassung zuwiderlaufen. Diese Gesetze gelten dann auch so lange, bis jemand den beschwerlichen und bürokratischen Weg einer Verfassungsklage erfolgreich beschritten hat. Und dann? Das Gesetz muss abgemildert werden und der Politiker kann einfach den nächsten Verfassungsbruch vorbereiten. Wie soll man so die Kläglichen Reste, die noch von unserer Demokratie übrig sind schützen? Jemand oder eine Partei die ein verfassungswidriges Gesetz nach dem anderen einbringt, hat sich doch offen als Feind der Verfassung ausgesprochen und gehört verboten. Zählt hier wirklich nur plumpes Geschrei gegen die Grundrechte als Verbotsgrund? Damit trifft man nämlich allenfalls einige Idioten und Radaubrüder, aber keine wahren Gefahren.
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Felix M. Hummel
17 July 2008 @ 08:00 pm
Franz-Josef wäre Stolz auf euch! oder: Wie man Bayern am besten ausweidet in drei Schritten  
Es ist vollbracht, Herr Beckstein! Der alte Franz-Josef wäre sehr stolz auf euch und würde zur Feier des Tages gleich ein paar Studenten einsperren lassen. Bayern ist nun endlich und vollständig ein Polizeistaat.

Der Bayerntrojaner, der gegen Urteile des Bundesverfassungsgericht und damit gegen das Grundgesetz verstößt, ging ja durch wie Butter. Die Verfassung wäre damit also schon aus dem Weg geräumt.
In die selbe Kerbe -oder soll ich sagen Bresche- schlägt nun das neue Versammlungsverbot... äh Versammlungsgesetz, über welche ich mich ja schon umfangreich ausgelassen habe. Es ist ebenso wie ein heißes Messer durch Butter geglitten und gilt.
Ab jetzt können Leute, die sich laut auf der Straße unterhalten für mehrere Jahre eingesperrt werden. Ein schlechter zusammengeschustertes Gesetz gibt es ja kaum.

Summieren wir also: Alle Kommunikation von Bürgern kann abgehört werden, die Polizei darf in private Wohnungen einbrechen, Daten dürfen auf privaten Computern gelöscht und verändert werden, Versammlungen sind für einen Normalsterblichen weder auf der Straße noch _in_ Gebäuden möglich zu organisieren (vorsicht bei der nächsten Geburtstagsparty, die könnte eine gefährliche Zusammenrottung werden) und zu guter letzt müssen Videos und Audiodateien ab einer gewissen Benutzerzahl staatlich genehmigt werden.

Wo sind wir? In Weißrussland? Herr Beckstein, ich weiß ja nicht ob sie die menschliche Sprache verstehen können, aber bitte nehmen sie sich diesen Ratschlag zu herzen: Gehen sie dort hin und nehmen sie ihre ganze Fraktion mit. Da können sie denen noch etwas beibringen und wir sind sie los.
Aber leider sehe ich schon wie sie wieder in den Landtag einziehen. Und ich habe keine Ahnung, wen ich wählen sollte.

Man sagt mir ja oft, ich sei pessimistisch, aber bisher war ich leder nur Realist.
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Current Mood: sad
 
 
Felix M. Hummel
16 July 2008 @ 09:40 pm
Juristischer Amoklauf  
Stellen wir uns einmal vor, man hat vor eine Semmel zu erwerben und stellt, weil man es eilig hat, sein Auto nicht abgeschlossen vor die Tür der Bäckerei. Während man mit den Verkaufsverhandlungen begonnen hat, kommt draußen ein Innenminister vorbei. Von Natur aus stets am Rande des Blutrausches ist es das offene Fahrzeug, dass in ihm den letzten Schalter zum Amokläufer umlegt. Er springt hinein, schließt es kurz und braust damit ab zum nächsten Elektroladen. Mit wildem Drohgeheul rast er dort in die Glasfront, zerstört mehrere Regale und tötet einige Killerspieler.
Wir man, der Bäckerkunde, nun des Mordes angeklagt? Wohl kaum.
Aber:
http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/macht-bushido-rentnermusik/

Unbescholtene Bürger müssen sich verantworten, wenn man ihren Internetanschluss genutzt hat um damit Scheißmusik zu klauen. Auch wenn sie beweisen können, dass sie es selbst nicht waren. Das Internet wird also einer gefährlichen Waffe gleichgestellt, für welche man verantwortlich ist.

Besonders seltsam mutet diese Entscheidung unter Berücksichtigung dieser Meldung an:
http://www.heise.de/newsticker/Filesharing-Nutzerin-zweifelt-Beweise-von-Abmahnkanzlei-an--/meldung/110826

Hier kam nämlich etwas sehr ähnliches vor, aber die Beschuldigte wehrt sich standhaft.
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Felix M. Hummel
12 July 2008 @ 09:22 pm
Prisoner of Power: Sich gepflegt in den Arsch treten lassen  
Das Spiel mit dem unglücklichen Titel "Galactic Assault: Prisoner of Power" soll die Kriege, die auf das Abschalten der Strahlungsemmiter am Ende des Buches "Die Bewohnte Insel" der Strugatzki-Brüder folgen darstellen. Und ich finde es gelingt durchaus.
Als erstes Sticht einem natürlich die veraltete Grafik in die Augen, aber man gewöhnt sich daran. Dafür war das Spiel ja auch günstig.
Etwas anmaßend finde ich es, dass einem die Story, welche in kurzen Textpassagen vorgelesen wird und ohne jegliche Videos auskommt, so ganz ohne jegliche Rückblende vor den Latz geknallt wird, dass man, wenn man das Buch nicht gelesen hat, sie eigentlich vollkommen vergessen kann, oder besser muss. Für Kenner des Buches ist es wiederum ernüchternd, dass das Spiel offensichtlich nich direkt aus dem Russischen ins Deutsche, sondern vom Russischen über das Englische ins Deutsche übersetzt wurde und dabei einige Ausdrücke unverständlicherweise im Angelsächsischen hängengeblieben sind. So wird der Spitzname "Wanderer" stets Englisch ausgesprochen und aus der Blauen Schlange wurde der "Blue Snake River". Dabei fragt man sich wieso sich andere Namen wie Max oder Fank einer deutschen Aussprache erfreuen.
Das Spielprinzip ist ziemlich simpel, es hadelt sich ja schließlich um ein rundenbasierendes Strategiespiel, da kann man nicht besonders viel falsch machen. Störend ist nur, dass die Fortbewegung der Einheiten sehr unübersichtlich ist und man so versehentlich Figuren ins falsche Hexfeld (deren Umrandung man eben nicht sieht) platziert. Da man keine einzelnen Bewegungen rückgängig machen kann, ist es dann oft nötig den -glücklicherweise automatisch abgespeicherten- Zug neu zu laden. Das Ausheben neuer Kriegsmaschinerie habe ich auch nach der Hälfte des Spieles noch nicht ganz begriffen, zumal es mir oft einfach nicht möglich ist neues zu Bauen obwohl ich über genug Ressource verfüge und die Plätze in den Fabriken frei sind. Vermutlich liegt dies am Missionsdesing, welches einem, ohne darauf hinzuweisen, nur den Bau einer bestimmten Zahl von Einheiten erlaubt, oder auch nur Reperaturen.
Die Einheiten selbst jedoch sind ein Glanzstück des Spieles. Auf eine minimalistische Art sind sie gleichzeitig vielfältig, sehr innovativ und schaffen es die Kulturen des Buches, die ja nur in gewissen Bereichen fortschrittlicher als die Jetztzeit und in Manchem primitiver sind, recht gut wiederzugeben. Irgendwie haben es mir besonders die Transportlastwägen mit ihren sonderbaren Panorama-Führerkanzeln und die leichten Panzer, mit ihrem an Strasenkreuzer erinnernden Desing angetan.
Jede der vielen Boden-, Luft- und Wassereinheiten hat ihre eigenen Stärken und Schwächen, die man jeoch mühevoll sebst ausloten muss. Ich bin mir noch nicht über alles im klaren, da ich zum Beispiel Kreuzerpanzer nur gegen leicht beschädigte Schwere Panzer als geeignet erkannt habe. Das kann ja wohl nicht ihr eigentlicher Sinn sein.
Jedes Einheit sammelt Erfahrung, die einem auch in den nächsten Missionen zu Gute kommt und sich durch gesteigerte Feuerkraft sowie höhere Moral auswirkt.
Zu den Einheiten kommen noch Moral-Effekte, die sich normalerweise nur darauf belaufen, dass Einheiten, wenn sie eine gewisse Menge an Schaden genommen haben, nicht mehr Angreifen und keine Fähigkeiten mehr einsetzen können. Später im Spiel wird dieser Effekt wichtiger, nämlich sobald die Hypno-Emmitter eigesetzt werden. Wie im Buch verursachen diese uneingeschränkte Loyalität bis in den Tod (kein Verlust von Moral für Freund- und Feindeinheiten) und sobald sie zerstört werden, oder sich Einheiten aus ihrem Einflussbereich bewegen, einen Strahlenkater, der jeden Angriff verhindert. Man kann sie also sowohl als Unterstützung der eigenen Truppen, als auch als Mittel zur Demoralisierung des Feindes einsetzen.
Der Schwierigkeitsgrad ist wieder so eine Sache. Einfach ist definitiv zu einfach, der Gegner ist dann einfach zu sehr in der Unterzahl. Mittel geht bis einige Zeit lang gut, doch schon in Mission 9 wird man merken, dass man sich keine einzige falsche Bewegung leisten kann. Macht man einen Fehler, muss neu gestartet werden. In Mission 9 ist es zum Beispiel nötig drei Basen zu verteidigen, die die Infanterie des Gegners nicht betreten darf. Gleichzeitig muss man einen Kommandotrupp zur Basis des Feindes schicken um sie samt eines Langstreckenbombers einzunehmen. Hat man dies geschafft, müssen die Verteidiger mit Unterstüzung des Bombers ausrücken, um den Feind daran zu Hindern seinen Stützpunkt zurückzuerobern. Dieser Auftrag wird sowiet erklärt.
Durch Versuch und Irrtum erfährt man, dass der Kommandotrupp, welchen man aus der Verteidigungsmacht lösen muss, eine genau bestimmte Gröse haben muss: Groß genug um die Basis des Gegners in einem Angriffszug einnehmen zu können, da er sonst durch den Bomber aufgerieben wird und klein genug um die Verteidigung nicht so weit zu schwächen, dass sie dem Gegner nicht standhalten kann. Dieser ist nämlich schlau genug, dass er, sollte seine Basis eingenommen sein, nicht sofort zurückstürmt, wenn der Widerstand an der Basis des Spielers sehr schwach ist. Der Unterschied zwischen diesen beiden Extremen macht wahrscheinlich genau eine Einheit aus, die ich noch nicht herausgearbeitet habe.
Alles in allem ist es ein forderndes und sehr detailliertes Militärstrategiespiel, mit interessanter Atmosphäre. Es fesselt mich auch noch, wenn ich eine Mission zehn mal spielen muss.

Nachtrag: Mittlerweile weiß ich, dass es sich bei der Baubeschränkung um einen Bug handeln muss. In einer Mission wird man aufgefordert soundsoviele Panzer zu produzieren, kann dies aber nicht erfüllen, da die 500$ die man pro Runde bekommen sollte, einfach nicht auf das Konto eingehen. Ich warte auf den Patch.
 
 
Current Mood: calm
 
 
Felix M. Hummel
06 July 2008 @ 08:56 pm
Morgen stirbt das Internet  
Es ist schlimmer als ich gedacht habe. Tut was! Jeder kann seinen Teil beitragen:
http://www.laquadrature.net/wiki/Mobilisation_Paquet-Telecom#Deutsch
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Current Mood: pessimistic
 
 
Felix M. Hummel
05 July 2008 @ 12:19 am
Alte Opfer  
Auf Youtube geistert zur Zeit eine Videoaufnahme aus der frühen Sovjetunion herum, in welcher gezeigt wird, wie ein Hundekopf der an eine künstliche Blutzirkulation angeschlossen ist, auf bestimmte Reize reagiert. Das Video scheint auf die Versuche von Sergej Sergejewitsch Brychonenko zurückzugehen, der ein Gerät erfand, welches zeitweise die Pumpfunktion des Herzens und die Sauerstoffanreicherung des Blutes ausserhalb des Körpers übernehmen konnte.
Das Video ist ziemlich scheußlich, nicht zuletzt deshalb weil man einen weißen Laika-Welpen als Versuchstier benutzte, dessen abgetrennter Kopf nicht jämmerlicher aussehen könnte.
Ob es den Versuch jemals so gegeben hat und ob das Video nicht schon damals gefälscht wurde, ist unsicher. Man sieht den Kopf ja niemals von Hinten, was darauf hideuten könnte, dass an dem Hund doch noch etwas mehr dran ist.
Die Kommentare dazu waren von wenigen Ausnahmen abgesehen unqualifiziert bis dahin, dass man die Autoren schütteln und mit dem Kopf gegen Brychonenkos Apperat schlagen möchte. Natürlich sind da die einzelen PETA-Aktivisten und die Wissenschaft-um-jeden-Preis Lager (erstere in der Mehrzahl). Eine ganz seltsame Fraktion waren einige User, die das Video benutzten um für die Nazis zu argumentieren, da diese ja umfangreiche Tierschutzgesetze erlassen hatte und auch Tierversuche verboten hatten. Da schämt man sich doch, wenn man jemals Glauben in die Entwicklung der Menscheit hatte.
Das Experiment war grausam, aber im Gegensatz zu den meisten ähnlich widerwärtigen Versuchen hatte es einen Sinn und brachte brauchbare Ergebnisse.

Die heutige Exkursion bracht auch einige Seltsamkeiten, denn zwei Mal landeten wir auf der suche nach prähistorischen Relikten auf Spielplätzen. Einmal befand sich zwischen Schaukeln und Rutsche ein beachtlicher Grabhügel, das andere Mal hatte man die ganze Anlage auf einen keltischen Opferplatz geklatscht. Dies zeigt mal wieder, dass sich die Toten nicht rächen, denn da könnten siche sich sicher genug im Grabe umdrehen.

Nachtrag: Wer den Film ganz und ohne Schnitte von Youtube-Benutzern sehen will, der gehe hierhin:
http://www.archive.org/details/Experime1940
nichts für zu schwache Nervern.
 
 
Current Mood: depressed
 
 
Felix M. Hummel
03 July 2008 @ 09:00 pm
Eine Hand voll Orwell  
Wer die Nachrichte auf Heise diese Wochen verfolgt könnte meinen die Hölle wäre Losgebrochen und verteile lauter kleine bayrische Innenminister in ganz Europa, so dass alles von fettiger, sirupartiger Sicherheit verklebt würde. Die Gedanken von Politikern, ohnehin Kariös lösen sich durch den Zuckerschock ganz in Polemik, Horrorszenarien und Fantasien von der Generalkriminalisierung ihrer Bürger auf.
In Schweden trat das "Lex Orwell" in Kraft, dass dem Geheimdienst eine lücken- und verdachtsfreie Überwachung aller elektronischen Kommunikation erlaubt. Doch das reichte nicht! In Schweden existiert zu Forschungszwecken eine Zentralsammlung mit Blutproben der gesamten dort geborenen Bevölkerung, welches nun selbstverständlich zur "Terrorbekämpfung" eingesetzt wird.
Auf EU-Ebene fordern irgendwelche rasenden Irren, die eine Mehrheit zu haben scheinen, dass die Staaten sich darum kümmern sollten, dass die "legale Nutzung" des Internets gefördert werden soll, sprich alles andere durch Filterprogramme unterbunden wird. Übernehmen sollen diese Arbeit die Internetbetreiber, die damit zu einer Art Polizei ernannt werden.

Und jetzt auch noch der Bayerntrojaner! Wie kann man ein Gesetz erlassen, das sämtliche Rechtssprechung der letzten Jahre ignoriert? Die Polizei darf hiermit in Wohnungen einbrechen um die Software zu installieren, Daten löschen und verändern. Veränder? Sie dürfen also faktisch die Beweise fälschen?
Wie gesagt, ich halte Politiker nicht mehr für normale, geistig gesunde Menschen.
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Current Mood: busy
 
 
Felix M. Hummel
22 June 2008 @ 09:15 pm
Alone in the Dark VII - Boll kann's doch besser.  
Das Grauen kehrt zurück - ein Grauen tiefer als ich es mir Träumen hätte lassen, etwas böses, etwas neues und gottloses. Leider handelt es sich dabei nicht um das wiederaufflammen der entsetzlichen Größe der Alone in the Dark-Reihe sondern in einem Versuch der Entwickler Uwe Bolls "Meisterwerk" in allen Bereichen zu toppen.
http://www.4players.de/4players.php/dispbericht/360/Test/7582/59263/0/Alone_in_the_Dark.html
Atari hat diese Kritik anscheinend überhaupt nicht gefallen, aber statt nachzubessern, ging man auf die Kritiker los:
http://www.heise.de/newsticker/Atari-verlangt-Loeschung-negativer-Kritiken-am-Spiel-Alone-in-the-Dark--/meldung/109792
Gut, also kann ich warten bis dieses Spiel für zehn Euro für den PC herauskommt. Inzwischen bleibe ich bei Resident Evil 4 und werde irgendwann in Metal Gear Solid 4 und die dazugehörige Hardware investieren.

Übrigens gab es auch einen sehr schönen Großartikel in unserem Lokalschmierblatt in dem man konsequent die Altsteinzeit als Synoym für Neolithikum benutzte. Da ich den Artikel allerdings liegen lassen habe, muss ich ihn mir erst wieder besorgen, bevor ich darüber motzen kann.
 
 
Current Mood: angry
 
 
Felix M. Hummel
22 June 2008 @ 02:09 am
Resident Evil 4 - Mein Patros  
In einer Anwandlung von virtuellem Blutdurst wollte ich mir einmal wieder einen einfachen, stupiden Shooter besorgen und entschied mich schnell für Painkiller, weil Herr Corshaw (http://www.escapistmagazine.com/videos/view/zero-punctuation) meinte dies sei genau das was ich suchte. Natürlich, wie immer wenn ich ein bestimmtes Spiel haben will, war jenes im Laden nicht vorrätig.
Im Vorbeilaufen stellte ich fest, das Metal Gear Solid 4 - Guns of the Patriots herausgekommen ist, aber ich hatte leider keine vierhundert Euronen für die dazugehörige PS3 dabei. Schleißlich landete ich bei Resident Evil 4, für die PS2, welches zehn Euro mehr kostete als die PC-Version, aber selbige hatte überall wegen mieser Umsetzung grottenschlechte Kritiken.
Kurz gesagt, der neueste, schon wieder ältliche Teil der Resident Evil Reihe (die NICHT die erste Survival-Horror spiele darstellte, wie oft behauptet wird, denn jene Ehre gebührt Alone in the Dark) ist vielversprechend. Eigentlich handelt es sich dabei um Forbidden Siren in Spanien... und in Einfach.
Trotz des für ein PS-Spiel ungewöhnlichen Zielmodus ist die Steuerung flüssig und instinktiv, solange man nicht auf zu große Entfernungen zu schießen versucht. Das Ablegen der alten Traditionen tut Resident Evil gut, auch wenn sie diesen Emo-Bullen Leon gleich mit absägen hätten können. Dessen bester Auftritt war ja immerhin nur, wie er im zweiten Teil der Serie seiner Mitüberlebenden aufgrund eines Grafikfehlers zur Begrüßung an die Brust grabschte.
Die Zombies, hier ist die große Ähnlichkeit mit Forbidden Siren, sind keine Zombies, sondern besessene, die zwar irre Mörder, aber sonst noch ziemlich bei verstand sind. Ihre Waffenwahl ist allerdings primitiver als bei ihren Japanischen Kollegen, lauerte einem doch bei Forbidden Siren auf jedem Dach ein Scharfschütze auf - dies und das realistische Schadensmodell (bei einem Survival-Horror Spiel!) führten damals dazu, dass dieses hervorragende und innovative Game keine große Fangemeinde, sondern den Titel des Frustrierendsten Spiel für die PS2 erhielt...
Naja ich schweife ab. Die Tatsache jedenfalls, dass es sich nicht um Zombies handelt, sondern irgendwelche iberischen Bauerntölpel mit Mistgabel und Sichel (hier haben die japanischen Entwickler einen Fehler gemacht und Kama anstatt europäischer Sicheln eingebaut) hinterlässt ein seltsames Gefühl wenn man auf sie schießt. Irgendwie fand ich es schon ulkig, dass hier des öfteren ganz eindeutig der Werbefigut des Patros-Käsebauern der Kopf weggeblasen wird.
 
 
Current Mood: angry
 
 
Felix M. Hummel
18 June 2008 @ 09:01 pm
Perfektionierte Zeitplanung  
Wie auch meine Kochkünste, habe ich diese Woche mitbekommen, dass ich meine Zeitplanung auf eine wundersame Perfektion getrieben habe. Hätte der Tag auch nur eine einzige Stunde weniger, müsste ich auf's Essen verzichten. Eigentlich habe ich ja gar nicht so viel zu tun, aber Freizeit kommt trotzdem nirgends heraus. Erinnert mich irgendwie an die Geschichte von Ende.
 
 
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